Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 56 (1900)
- Issue
- 4 (1900)
- Date
- 1900-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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28 Aus Abessinien. Möge dieses gelangen an den Mann Gottes, den Boten des Evangeliums, den erwählten Anecht IEsu Lhristi, unfern geliebten Herrn Johannes Martin Flad. Lobet den HErrn, alle Anechte des HErrn, die ihr stehet des Nachts im Hause des HErrn! Hebet eure Hände auf im Heiligtum und lobet den HErrn! Der HErr segne Dich aus Zion, der Fimmel und Erde gemacht hat! ps. Gott hat in seiner großen Güte Sie, seinen Anecht, in unser Land gesandt, damit wir verlorene und sündige Menschen gerettet und erlöst werden. Als Sie uns das Licht des Evangeliums offenbarten und Gottes Wort verkündigten, sind unsere Herzen zum Glauben gelangt. VOxi armen Sünder haben durch unfern Messias und Heiland Vergebung empfangen und find zu einem neuen Leben geboren worden. Wenn man mit viel Arbeit einen Garten anpflanzt, hat man oft Wasser zu gießen und Unkraut zu entfernen, ehe man Früchte zu essen bekommt. Mein Herr, Ihr gepflanzter Garten ist nicht verdorrt, Gott hat ihn begossen. Die Pflanzen sind nicht nur angewachsen und zum Blühen gekommen, nein, sie haben Früchte getragen. Wir alle hatten große Freude, als Ihre Briefe uns sagten, Sie, Ihre Frau, unsere Mutter, und Ihre Ainder seien gesund. Wir vereinten uns im Gebet und dankten Gott, daß er Sie uns vor dem Bösen bewahrt und gesund erhalten, Sie und uns nicht verlassen hat. Und nun lassen Sie mich in Aürze erzählen, was ich auf unseren Reisen erlebte! Mit Debtera Ain Alam und meinem Sohn begab ich mich am 29- April ^898 auf die Reise. Am ersten Tag erreichten wir abends den Badeort Wanzagie. Die Heilquelle wird von vielen besucht. Wir blieben 5 Tage, denn unter den Badegästen waren mehrere Proselyten. Sie baten uns zu bleiben und mit ihnen Gottes Wort zu lesen, damit sie in ihrem Glauben gestärkt würden. Wir hatten auch viele Gelegenheit, mit andern über das Heil ihrer Seelen zu reden und ihnen zu sagen, daß unsere innere Arankheit, die von der Sünde herrühre, nur durch Bäder hu Blute IEsu Ehristi geheilt werden könne und daß der Mensch trotz Taufe, Airchenküssen, Fasten, Almosen und Anrufen der Maria und aller Heiligen verloren gehe, wenn jene Arankheit nicht geheilt werde. Von dort kamen wir nach Tababüri, wo wir etliche Gläubige und eine Falaschafrau fanden. Wir blieben 3 Tage, lasen und redeten das Wort Gottes. Der HErr that dieser Jüdin wie einst der Lydia das Herz auf. Sie glaubte und sagte: ,,Taufet mich noch heute!" Ich sagte, erst müsse sie besser unterrichtet werden. Sie aber sagte: .,Philippus taufte den Aämmerer, sobald er von Herzen glaubte. Ich glaube von Herzen, daß IEsus Thristus Gottes Sohn ist. Taufet mich!" Da wir ihrem Begehren nicht entsprachen, nötigte sie uns, als ihre Gäste in ihrem Hause zu wohnen. Sie that uns viel Liebes und Gutes, und wir konnten ihr von den herrlichen Geschichten IEsu aus dem Evangelium nicht genug vorlesen. Nach