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Dibre Emeth · 1898-01-01 · 11 (1898) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
55 (1899)
Issue
11 (1898)
Date
1898-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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84 mit einem irischen proselyten machte. Auch dieser Zudenchrist mußte nach seiner Taufe durch manche Trübsal hindurchgehen, aber zuletzt triumphierte sein Glaube. Wie er außerhalb seines Dauses Verfolgungen erduldete, so hatte er auch ein schweres Hauskreuz zu tragen, da seine Frau ihren Zorn über seinen Übertritt auf verschiedene Weise kundgab. Endlich trat jedoch im Verhältnis der Gatten zu einander eine Wendung ein. Der Mann konnte dem Missionar einen Brief seines kleinen Sohnes zeigen, in welchem berichtet wird, daß die Mutter des Anaben ihn christliche Lieder und den Spruch Zoh. 3, {6 gelehrt habe. Jetzt knieen Wann und Frau vereint zum Gebet nieder. Sein Gott ist auch der ihrige. Die Verwandten der Frau suchten dieselbe zu bewegen, den Mann zu verlassen und machten ihr verlockende Anerbietungen. Aber sie erklärte ihnen: „ZEsus ist jetzt auch mein Heiland." Aus Abessinien II. Dieser Brief, geschrieben von Goschu Beleta, möge gelangen an unser» verehrten Vater in Thristo, der von Gott auserwählt ist, uns Falaschas die frohe Botschaft des Evangeliums zu verkündigen, Herrn M. Flad. 2. Theffal. 3, 2. Lieber Herr! Zn wenigen Worten möchte ich Zhnen mitteilen, was wir seit Abgang unserer letzten Berichte gethan haben. Zm April und Mai IW7 machte ich eine Reise nach Dembea und Sakalt, um die Gläubigen zu besuchen und mit dem Worte Gottes zu bedienen. Einen Tag verbrachte ich aber auch mit Falaschas, um ihnen aus dem Gesetz und den Propheten zu zeigen, daß der Messias in der Person ZEsu gekommen ist, daß er das Gesetz, welches kein Mensch erfüllen kann, für uns erfüllt und zuletzt sein Leben zum Schuldopfer für uns gegeben hat, damit durch ihn alle, die an ihn glauben, gerecht werden. Vom Morgen bis zum Abend währte die Unterredung. Die Falaschas hörten aufmerksam zu und lasen die Stellen, die ich zur Widerlegung ihrer Einwürfe anführte. Auch dankten sie mir für meinen Besuch. Während der Regenzeit besuchte ich die erreichbaren proselyten, unterrichtete in der Schule und nahm an unfern gemeinschaftlichen Bibel- und Gebetsstunden teil. Eines Tages ließ mich ein abessinischer Beamter rufen und mir sagen, ich möchte meine Bibel mitbringen. Freudig folgte ich der Einladung. Einige 20 Abessinier waren um den Beamten versammelt. Zch las ihnen Stellen vor, die von der Vergänglichkeit dieser Welt, unserer Sündhaftigkeit, der Rechtfertigung durch den Glauben, der Heiligung und dem Gericht handeln. Von 9 bis 3 Uhr las und erklärte ich ihnen das Wort Gottes und gab auf ihre vielen Fragen Antwort. Sie sagten: „Warum unterrichten unsere Priester nicht auf diese Weise unser Volk? Thäten sie es, viele würden Buße thun und sich zu Gott bekehren." Nach dem Essen wurde ich mit der Bitte entlassen, an einem andern Tage wiederzukommen. Dreimal wiederholte ich meinen Besuch. Der Beamte bat mich um eine Bibel.

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