Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 55 (1899)
- Issue
- 11 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- Safed 1× ep/1046078
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83 Verwandten und die Umstände halten mich vom Taufstein zurück." Lin junger rumänischer Aaufmann, welcher in seiner Nachbarschaft „der Protestant" heißt, weil er, gerne christliche Schriften, u. a. das N. T., lieft, läßt sich in der Überzeugung nicht irre machen, daß JEsus der wahre Messias und Erlöser aller derer ist, die an ihn glauben. Er sagte, als er zum letztenmal Traktate kaufte: „Abgesehen von den Beweisen des A. T. hat JEsus sich durch Leben, Wandel, Lehre und Wunder als den Heiland der Welt erwiesen." Lin anderer Rumäne, der ebenfalls das N. T. kennt, versicherte auf fein Ehrenwort, daß er JEsum jahrelang geliebt habe. Sogar ein Mitglied der Sekte der Lhasidim legte vor dem in Jassy ansässigen Aolporteur das Zeugnis ab: „JEsus war ein göttlicher Mann und größer als Mose." In Aonflantinopel bekannte ein jüdisch-türkischer Beamter mehrfach, daß die Lhristen das wahre Licht haben. Als er erfuhr, daß fein Neffe sich taufen lassen wolle, wünschte er ihm hierzu Gottes Segen. Ebendaselbst wünschte ein einflußreicher Gelehrter, der Sohn eines Rabbiners, zum Thristentum überzutreten und wurde nur durch die Besorgnis zurückgehalten, daß dann seine Frau und Rinder schweren Verfolgungen ausgesetzt werden würden. Zwei Missionare in Jerusalem wurden mehrfach von einem den Rabbinerkreisen angehörigen, dem Lhristentum zugethanen Manne besucht, welcher berichtete, daß unter seinen Standesgenossen mehr als ^0 gleich ihm von der Wahrheit, des Ehristentums überzeugt feien und auf eine Gelegenheit zum Übertritt warten. Ein Besucher der Missionsschriftenniederlage in Mogador sagte: „Um zwei Dinge bitte ich Gott: daß ich sein Wort besser verstehen lerne und daß ich mich dann ihm und dem Messias ganz zu eigen gebe." Ein dortiger früherer Verächter des N. T. rühmt jetzt den herrlichen Inhalt desselben und erfleht Gottes Verzeihung für das seinem Wort angethane Unrecht. Manche gingen noch einen Schritt weiter und besiegelten ihre Liebe zu JEsu trotz aller Hindernisse durch den förmlichen Übertritt. In Bukarest ließ sich ein Geschwisterpaar, Bruder und Schwester,, öffentlich, vor vielen jüdischen Zeugen, taufen. In Safed wurde ein 55jähriger Mann getauft, dessen Glaube besonders schwere Proben zu bestehen hatte. Seine Frau verlor den Verstand. Sein ältester Sohn wurde als angeblicher Dieb sechs Monate lang gefangen gehalten. Der jüngste, der ebenfalls Thrist werden wollte, erkrankte plötzlich und starb binnen vier Tagen. Ein in Jerusalem getaufter, gebildeter russischer Jude arbeitet jetzt in Jericho, in der Absicht, dort eine Ackerbaukolonie für Iudenchristen einzurichten. Die meisten Taufen hatte London (28), dann folgen Warschau (20), Jerusalem und Hamburg (je \\), Bristol (6) und andere Missionsplätze. Zu den Obliegenheiten der Missionare gehört auch die Seelsorge an den durch die Mission gewonnenen neuen Thristen. Freilich wird dieselbe oft dadurch erschwert, daß die Getauften in die Ferne ziehen. So traf Miss. Flad jun.in Montreal einen seiner tunesischen Zöglinge an. Wir schließen diesmal unsere Auszüge aus dem Jahresbericht der L. I.-M. mit einer Erfahrung, die Miss. Weinberger im Verkehr