Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 55 (1899)
- Issue
- 9 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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igest. 258) erlangte es die Bedeutung eines Sühnopfers, welches der Priester für die Spender von Brot und Wein darbrachte. Gregor der Große lehrte die Einwirkung dieses Opfers auf Verstorbene, das 4,. Laterankonzil (\2\5) die Wesensveränderung der irdischen Bestandteile des Mahls, woraus das Recht zur Anbetung der letzteren gefolgert wurde. Wie eine Erinnerung daran, daß die Geheimnisse des Evangeliums ursprünglich jedem geoffenbart wurden, erscheint der Name der aus dem dramatischen Gottesdienst erwachsenen christlichen Dramen. Diese hießen Mysterien. Das erste verfaßte Gregor von Nazianz (gest. 390) mit Benutzung des Euripides. Die Aufführung erfolgte anfangs in der Kirche, später auf dem Kirchhof. Wohl suchte die Reformation der allgemeinen Deformation zu steuern, aber ein großer Teil der Air che blieb im alten Wesen stecken. Leider drang auch in die Reformationskirche durch offene Hinterthüren manche Verkehrtheit, die verbannt worden war, wieder ein. Darum thut es immer noch not, den Kampf um die Wahrheit zu führen, von der Enthüllung der tiefsten und wichtigsten Geheimnisse durch Ehristum zu zeugen und zur Erfassung dieser enthüllten Geheimnisse zu ermuntern, dagegen die falschen Geheimlehren als Erzeugnisse menschlichen Irrtums zu brandmarken und vor ihnen zu warnen. Die Abrahawshöhlen, die Abrahamsquelle und der Abrahamsteich in Nrfa. „Nimmer hätte ich gedacht, daß ich jemals meinen Fuß dorthin setzen dürfte, wo Abraham geboren wurde," schreibt ein Besucher von Ursa, dem biblischen Nr in Lhaldäa, dem späteren Odessa, im Monatsblatt des von Dr. I. Lepsius begründeten „Armenischen Hilfswerkes" ({899, 5. 92). Derselbe kann hier sogar eine Abbildung der den abendländischen Christen bisher wenig bekannten angeblichen Geburtsstätte des Glaubensmannes geben. Die Muhammedaner haben vor diesem Platz neuerdings eine hübsche Moschee mit den üblichen Gebetshallen erbaut. Der heilige Ort ist, wie unser Gewährsmann berichtet, eine ziemlich dunkle Höhle im Gestein des Bergrückens, an dessen Fuß Ursa liegt. Ist man an der Moschee vorüber, so erreicht man durch eine kleine .Thür, welche in dem den innern Moscheehof umgebenden starken Tisengitter angebracht ist, eine an den Felsenberg angebaute, mit Teppichen bedeckte Vorhalle. Von hier führt eine niedere Thür, neben welcher eine alte grüne Fahne, ein Heiligtum der Bekenner des Islams, aufgestellt ist, und über welche sich alte arabische Inschriften hinziehen, in die Höhle hinein. Da vom Vorraum nicht viel Licht in die letztere fällt, dauert es eine Zeitlang, bis man imstande ist, etwas zu sehen. Die offenbar nicht von Menschenhänden hergestellte, vielmehr natürliche Felsenhöhle ist ziemlich geräumig, so daß Tharah, Abrahams Vater, mit seiner Familie hier Platz genug haben konnte. Tine Merkwürdigkeit der Höhle ist der kleine 5ee, der sich in ihr befindet, und dessen kristallklares Wasser in einem angeketteten