Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 55 (1899)
- Issue
- 7 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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- Safed 1× ep/1046078
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52 aufmerksam. Diese Worte benutzte der heilige Geist, um das Herz des Juden umzuwandeln. Der letztere bekannte kürzlich in einem Brief, dem Arzt, er fei von der Wahrheit des Christentums völlig überzeugt. „Wenn ich dem Fleisch nach ein Jude bin," schrieb er, „so bin ich im Kerzen ein Lhrist. Ich hoffe dies einmal offen zu bekennen. Ich „ danke Ihnen für Ihre Freundschaft. Sie hat mich erleuchtet und dem Heil nahe gebracht, welches mir früher so fern war." Gin christgläubiger jüdischer Rnabe von s6 Jahren konnte durch Drohungen und Verfolgungen am Verkehr mit den Missionsleuten nicht gehindert werden. Endlich nötigten ihn die Nachstellungen dazu, sich im Thristenviertel von Safed niederzulassen. Nun beschuldigte ihn seine eigene Mutter, ihre Juwelen gestohlen zu haben. Infolgedessen wurde er ins Gefängnis geworfen. Zwar gelang es seinen christlichen Freunden, ihm die Freiheit wieder zu verschaffen, da seine Unschuld am Tage lag. Doch mußte er die Stadt verlassen. Unter solchen Umständen ist es natürlich schwer, in Safed eine judenchristliche Gemeinde zu bilden. Aus Oran berichtet Miss. Borloz über ein Religionsgespräch mit Israeliten, welches hier mitgeteilt zu werden verdient. Seine Gegner gingen von dem Zugeständnis aus, daß das durch Adams Sünde befleckte Menschengeschlecht einer sittlichen Wiedergeburt durch Gottes Gnade bedürfe und daß eine bloße Sündenvergebung nicht genüge. „Aber", fragten sie, „warum läßt Gott die bösen Leidenschaften schon in des Rindes Herz eindringen, so daß der Erwachsene ihr Sklave ist und ihnen nicht mehr widerstehen kann?" B. erwiderte: „Der Strick ist zerrissen, und wir sind frei. Als Leute, die durch den Tod JEsu Thristi mit Gott versöhnt worden sind, empfangen wir auf unsere Bitte von Gott bessere Triebe und bei jeder Versuchung Hilfe. So wird es uns 'möglich, die Sünde zu überwinden. So groß die göttliche Hilfe ist, so leicht ist sie zu erlangen. Wer sie verwirft, wird am großen Gerichtstage verurteilt werden. Schon eine einzelne mit Bewußtsein begangene Sünde führt zur Verdammnis, da Gott das Recht und die Pflicht hat, für die Ehre seines Namens zu sorgen. Als eine solche Sünde ist es wohl anzusehen, wenn Israel sich sträubt, die Versöhnung mit Gott durch JEsum Lhristum anzunehmen." Als die Zuhörer meinten, B. sei sehr streng, Gott werde es vielleicht weniger sein, ries der Missionar ihnen zu: „Ihr seid nicht nur streng, sondern grausam gegen Euch selbst. Ihr setzt Euch der Gefahr aus, dem ewigen Verderben anheimzufallen, statt zu prüfen, ob nicht JEsus Lhristus Euer wirklicher Erlöser ist. Ihr schmäht ihn sogar, ohne zu bedenken, daß Ihr hiermit seiner furchtbaren Rache verfallt. Zugleich kränkt Ihr Gott, dem Ihr zu eigen gehört. Er wird Euch zur Rechenschaft ziehen. Ich bitte ihn, daß er Euch behandle, wie man ein böses krankes Rind behandelt. Möge er Euch gewaltsam den Mund öffnen, um Euch um jeden Preis das Heilmittel beizubringen!"