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Dibre Emeth · 1898-01-01 · 7 (1898) · page 3

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Journal
Dibre Emeth
Volume
55 (1899)
Issue
7 (1898)
Date
1898-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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, - «■;-,^>_ <rpf^v^rv^!yt/-r--->' 5\ von Miss. Pauli in Amsterdam, der durch ein N. T., welches ein armer Ehrist ihm als Pfand gegeben hatte, der Rirche zugeführt wurde und später nicht weniger als neun jüdischen Familien zur Annahme des Heils verhalf. Derselbe Redner, Uanonikus Brenan, erzählte folgendes aus dem Leben eines ihm bekannten Predigers. Mne Ehristin, die zu seiner Gemeinde gehörte, brachte ihm die jüdische Erzieherin ihrer Rinder, die sich von der christlichen Religion angezogen fühlte. Gebet und Unterricht öffneten der Tochter Israels die Thore des neuen Bundes. Sie trat dann in die Ehe mit einem, jungen Manne, der ebenso wie sie den U)eg vom Judentum zum Ehristentum gefunden hatte. Beide Gatten verbrachten die ersten sechs Wochen nach ihrer Hochzeit im Hause jenes Predigers, hierauf ließen sie sich in Brighton nieder, wo sie fortan als echte Ehristen lebten. Der jetzt in Amsterdam wirkende Missionar Adler berichtete manche erfreuliche Erfahrungen aus Holland. Ein dortiger Israelit sagte, nachdem er das N. T. gelesen hatte: „Nie bin ich auf ein jüdisches Buch gestoßen, welches eine so reine Luft himmlischen Friedens atmet." Ein anderer bekannte im eignen Namen und im Namen von Glaubensgenossen: „Der Missionar hat Recht, wir Juden haben Unrecht." In einer Stadt übernahm es der jüdische Besitzer einer Zeitung, in jedes jüdische Haus ein Exemplar der Nummer seines Blattes zu senden, in welcher ein Vortrag Adlers angekündigt wurde. Der Mann erscheint auch manchmal selbst, um den Missionar reden zu hören. An einem Iom-Rippur-Gottesdienst des letzteren beteiligte sich eine junge Jüdin. Diese suchte zunächst wieder zu vergessen, was sie gehört hatte. Da wurde sie aber von einer schweren Arankheit befallen. Es war ihr, als stünde sie vor einem gerechten Richter, und sie beschloß, der erkannten Wahrheit zu gehorchen. Nach ihrer Genesung suchte sie die Missionskirche wieder auf. Am Ostermorgen, sechs Monate nach der Iom- Aippur-Feier, stellte sie sich in Begleitung einer Ehristin dem Prediger vor. Sie wurde nun unterrichtet und getauft. Daß sie es ehrlich meinte, beweist ihr jetziges Leben. Einer von Adlers Schülern ist Prediger einer holländischen Gemeinde. Zwei haben sich der Iudenmission gewidmet. Der vorletzte Festredner, P. Barnes-Lawrence, nannte die Juden Gottes Zeugen. Sie sind dies immer noch als die Verkündiger der Einheit Gottes, der Notwendigkeit der Erlösung und der Vergänglichkeit des Gesetzes. Der Ehrist steht ihnen als Schuldner gegenüber. Die Schlußansprache, welche Dr. Anderson, der Missionsarzt von Safed, hielt, führte auf das Missionsfeld zurück. Der Versammlung wurde eine Bannbulle gezeigt, welche in der genannten Stadt vor mehreren Jahren auf Betrieb eines hervorragenden Gliedes der jüdischen Gemeinde gegen die Mission veröffentlicht worden war. Mit jenem Missionsfeind traf Anderson später im Hause eines Aranken zusammen. Beide sprachen lange mit einander über Ehristentum und Judentum. Der Missionsarzt wies darauf hin, daß das Ehristentum nicht wie das Judentum bei sich selbst stehen bleibe, sondern in die Welt hinaus ziehe und ihr einen Segen zu bringen suche. Er machte auch auf die Thatsache der Bekehrung roher heidnischer Völker

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