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Dibre Emeth · 1898-01-01 · 4 (1898) · page 7

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Journal
Dibre Emeth
Volume
55 (1899)
Issue
4 (1898)
Date
1898-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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3\ diesen gottlosen Gesetzen entgegentreten. Bei einem Todesfall ruft Gott sicherlich alle Familienglieder dazu auf, daß sie sich demütigen, daß sie sich ernstem Nachdenk en hingeben und mit Gebet uno Buße die Heimsuchung in einen Segen verwandeln." Die Antwort des Juden war: „Ja. Möge der Gott Israels unsere Augen öffnen, daß wir Ihn erkennen!" Zu Hff. 6- 2. Am Abend vor der Schlacht bei Azincourt belauschte der englische König Heinrich V. zwei seiner Krieger, die sich über die geringe Anzahl der englischen Streitkräfte unterredeten und sich fragten, ob es nicht an der Zeit sei, zu desertieren. Als einer der beiden Soldaten sagte: „Auf acht Feinde kommt kaum ein Engländer", da rief der König dazwischen: „Du Thor, für wieviel rechnest Du denn mich?" Am andern Tage erfochten die Engländer einen glänzenden Sieg über die Franzosen. — Den Verzagten, welche angesichts der wenigen echten Bekenner den Untergang der Kirche Christi prophezeien, kann ihr himmlischer König mit noch größerem Recht zurufen: „Ihr Thoren, für wieviel rechnet Ihr denn mich?" Der Blick auf Issum macht uns des Sieges gewiß. Kleine WifstonszerLung. Am 4. September v. I. taufte der Hamburger Missionar der £. I.-M., P. Dolman, 3 Israeliten. Liner von ihnen, ein verheirateter Kaufmann, war einst trotz seiner talmudischen Gelehrsamkeit ein Gottesleugner. Da besuchte er zum erstenmal in seinem Leben eine christliche Kirche. Hier redete Gott so machtvoll zu seinem Kerzen, daß er den Wunsch kundgab, Christ zu werden. Seine Frau verlachte ihn anfangs, dann erzählte sie ihm unter Thränen, daß sie selbst \8 Jahre zuvor getauft, aber durch ihre Eltern verleitet worden sei, zur Synagoge zurückzukehren. Der Neugetaufte hofft, seine ganze Familie unter christlichen Einfluß zu bringen. — Die Monatsschrift „Berith Am“, die Prof. Dalman in Leipzig herausgiebt, wurde um den vierten Teil vergrößert und erhielt zugleich ein anderes Format. Das Blatt verkündigt jetzt in allen fünf Weltteilen den Nachkommen Jakobs die frohe Botschaft vom Heiland und seinem Heil..— Missionar G. Friedman, der jetzt in'Kowno wirkt, veranlaßte einen jungen Talmudisten zum Lesen des Neuen Testaments. Der Israelit gelangte bald zu dem Glauben, daß Jesus Israels wahrer Messias sei. Eines Tages erschien sein in einer anderen Stadt wohnhafter Vater in Kowno. um nach ihm zu sehen. Der Sohn war gerade nicht zu Hause, aber auf dem Tisch seiner Stube lag ein Neues Testament. Der Vater nahm das Buch mit. Man wies ihn an den Missionar, und bei diesem fond er seinen Sohn, voll Zorn ging er auf den jungen Mann zu, hielt ihm das Neue Testament vor und fragte: „Was ist dies, Du abtrünniger Sohn?" Ruhig und fest erwiderte der Jüngling: „Es ist das schöne Buch von unserm Messias." Der Alte aber zerriß das Neue Testament und trat es mit Füßen, wobei er dem Heiland fluchte. Der junge Mann, aus dessen Augen Thränen flössen, betete mit dem Erlöser: „vergieb ihnen, denn sie wissen nicht, was sie thun!" widerstandslos ließ er sich dann von seinem Vater schlagen und fortziehen. Später verließen beide die Stadt. Missionar F. giebt sich der Hoffnung hin, daß der in das Herz des Jünglings gesäte Same nicht vernichtet werden wird. — Dr. Froh wein irr Wilna wurde von einem unter Nikolaus I. gewaltsam getauften alten proselyten besucht. Dieser sehr arme und halb blinde Mann bemerkte, wie einige Juden, die mit ihm im Wartezimmer des Missionsarztes saßen, über die an der Wand hängenden christlichen Sprüche spotteten. Dies veranlaßte ihn, denselben die Wahrheit zu predigen. Nachher sagte er zu F.: „Ach, diese armen Juden sind umnachtet und wissen nicht einmal, was das Wort Jesus bedeutet. Obwohl es mir im Leben oft schlecht ergangen ist, so kann ich doch in Wahrheit sagen, daß Jesus immer meine Hilfe, mein Trost, mein Alles gewesen ist. Ohne ihn hätte ich nicht leben könrren." — P. Faltin tu Kischinew berichtet von in Jahresfrist getauften Israeliten. Liner, ein Schreiber, dessen älteste Tochter schon ^895 übertrat, wurde durch einen unter vielen Verfolgungen bewährt erfundenen Proselyten znm Lesen des Neuen Testaments veranlaßt. Er bestand die Prüfung, welche den Taufunrerricht beschloß, besonders gut. Am Morgen des Tauftages verließ ihn seine noch ungläubige Frau, doch kehrte sie später zu ihm zurück. Ein andrer Zögling, ein Lehrer, dessen Vater in der jüdischen

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