Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 55 (1899)
- Issue
- 4 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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' f . *u ■%.. rr --‘j i, 1 z"";7 ” ‘>/. /r^V'i,;'-^. ,"'• k" ‘ k’r'k> -' * '/ , 29 Holhheuers Christologie. Eerne machen wir die Leser der 2). <£. auf dies ^898 bei Wiegandt & Grieben in Berlin erschienene Buch (92 5., Mk. \,20) aufmerksam. Mit wohlthuender Glaubenswärme behandelt der Verfasser die christlichen Lehren von der Person und vom Werk des Erlösers. Die Hauptstücke auder Geschichte dieser Lehren bilden den Hintergrund, von dem sich die Darstellung seiner eigenen Anschauungen abhebt. Daß sein Bestreben, die von der Bibel gegebenen Richtlinien streng zu beobachten, nicht immer von Erfolg gekrönt war, steht uns allerdings fest. Namentlich macht H. nicht genug Ernst mit Phil. 2, 7. Aber das Ganze ist eine wertvolle wissenschaftliche Leistung, ein ehrlicher Versuch, dem theologischen und überhaupt akademisch gebildeten Denken die erhabenste Gestalt der Weltgeschichte näher zu bringen, die Gestalt dessen, in dem wir wirklich hinter die Dinge kommen, während wir sonst mehr oder weniger in der Erscheinungswelt stecken bleiben. An einen Kanadischen Rabbiner sandte der in Montreal wirkende anglikanische Prediger Osborne Troop am \3. April \8ty8 einen offenen Brief, welcher als ein Muster für ähnliche Fälle gelten kann. Das durch die L. I.-M. verbreitete Schreiben wurde durch die öffentliche Besprechung einer predigt jenes Rabbiners veranlaßt. Der Lhrist erklärt am Anfang, er schreibe nicht aus Freude am Streit, sondern in der Hoffnung, ein besseres Einverständnis zwischen Juden und Ehristen zu befördern. Echte Lhristen, sagt er, beten im Geist und in der Wahrheit den Gott Abrahams an. Auch wir verehren die Schriften Moses und der Propheten als Gottes Wort. Wir verstehen und achten Israels nationalen Stolz. Es ist eine große Ehre, als Jude geboren zu fein. Die Behandlung, welche Israeliten von manchen sog. Ehristen empfangen haben und noch empfangen, treibt uns die Schamröte ins Gesicht. Wir möchten diese Schande gerne beseitigen und, soweit als möglich, sühnen. Wenn wir den Juden zu zeigen suchen, daß unser HErr IEsus Ehristus Israels Messias ist, so entsprechen wir hiermit nur dem uns übertragenen Amt. Angenommen, IEsus sei wirklich der Messias und Israel habe schrecklich geirrt, indem es ihn verwarf: ist es dann nicht der größte Beweis unserer Liebe zu den Juden, wenn wir sie zur Erkenntnis ihres Irrtums anzuleiten suchen? Wir wollen die Juden nicht einfach in Lhristen verwandeln. Ein Jude hört nicht auf, Jude zu sein, wenn er Ehrist wird. Er wird Mose und Abraham nicht untreu, wenn er den Messias annimmt. Wir Ehristen aus den Heiden empfingen das Evangelium von Juden: wir brachten es nicht selber hervor. Wir verdanken es der Verheißung, nach welcher Gott in Abraham und seinem Samen alle Geschlechter der Erde segnen wollte. Ehristus und seine Apostel beriefen sich beständig auf Mose und die Propheten. Wir sehen Israels heilige Schriften in dem Messias erfüllt, der Davids Sohn und Davids Herr ist. Mit Israel schauen wir aus nach des