Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 55 (1899)
- Issue
- 2 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Text ist die durchgesehene Übersetzung Luthers. Inhaltsangaben vor den Aapiteln und parallelstellen unter den Versen erleichtern das Verständnis. Zur weiteren Erläuterung des Textes sind 97 Bilder und Karten in bester Ausführung beigegeben. Bei der Wahl der Bilder war der bereits in der pfeilstückerschen Bibel befolgte Grundsatz maßgebend: Schöpfungen der künstlerischen Phantasie späterer Zeiten auszuschließen und nur Darstellungen der Wirklichkeit zu verwenden. Zur ersten Gruppe der Abbildungen gehören Landschafts¬ und Ortsbilder. Hier lernen wir die Schauplätze der Geschichte kennen, mit welcher die, Jahrhunderte des Heils begannen. Mt Recht sagte Moltke: „Die Örtlichkeit ist das von einer längst vergangenen Begebenheit übriggebliebene Stück Wirklichkeit." hierauf beruht der hohe Reiz, den der Besuch der heiligen Stätten ausübt. Aber nicht jeder kann eine Reise nach Palästina unternehmen. Da bietet nun dies N. T. einigermaßen einen Ersatz dar. Besondere Erwähnung verdient, daß hier neben allbekannten auch wenigbekannte Ortsbilder zu sinden sind. Nun kommt zu der ersten Gruppe von Abbildungen noch eine zweite hinzu, die sich ebenfalls dazu eignet, dem Beschauer die igrößte Zeitenwende der Weltgeschichte zu vergegenwärtigen. Dies sind die archäologischen Bilder. Auch die älteste christliche Kunst trägt hier zur Veranschaulichung des Textes einiges bei. Wöge denn dies schöne N. T. von Ehristen und Nichtchristen recht fleißig benutzt werden! Der Verleger hat den Preis so niedrig gestellt, daß es fast jedem zugänglich ist. In einem goldgepreßten Einband kostet das auf holzfreies Papier gedruckte Buch nur 3 Mark. Zu Zesaia 39- 4. „Was haben sie in Deinem Haus gesehen?" So fragt mit tiefem Ernste der Prophet. Hiskia sprach:-„Ich ließ sie alles sehen, was hier in meinem Königsschlosse steht." Ja, alles zeigte er, was er besessen, Der Gäste Blicken konnte nichts entgeh'n. Nur eins, daswichtigfte, das ward',vergessen: Er ließ sie seine^Frömmigkeit nicht seh'n. was haben sie in Deinem Haus gesehen, CD Christ, die Fremden, die sich Dir genaht? Verspürten sie des heil'gen Geistes wehen? Erkannten sie Jehovahs Gnadenrat? Empfanden sie des heiles Süßigkeiten, Die Dir erwarb des HEilands große Huld? Und wollten sie dem HErrn das Herz bereiten, Um frei zu werden von der eignen Schuld? was haben sie in Deinem Haus gesehen? Ach, niemals Deinen allergrößten Schatz! Du sahst sie kommen und Du sahst sie gehen: Für viele war Dein Haus ein Tummelplatz. Doch ihnen aufzuthun die Himmelspforte, Daran hast leider wohl Du nie gedacht. Du sprachst mit ihnen viele tausend Worte, Nur keins von Deines Gottes Gnadenmacht. was haben sie in Deinem Haus gesehen? Sie sahen oft des Stolzes Funken sprüh'n, Doch nieDich demutsvoll zumHöchsten flehen, voll heil'gen Zorns für Seine Ehre glüh'n. Sie sahen im Geheimen böse Geiste Den Neid, den Haß, die Unzufriedenheit. Doch ganz verborgen blieb der hohe Meister, Dem DuDeinHauszumTempel hast geweiht. was haben sie in Deinem Haus gesehen? warum verwehrst Du ihnenchenn das Heil? G, laß es jetzt nicht länger mehr geschehen. Daß sie am Himmelsschatz nicht haben teil! CD, zeige ihnen stets in Deinem Leben, was Dir fürDichund and'reGott geschenkt, Und lehre sie sich völlig dem ergeben, Der mit des ew'gen Lebens Wasser tränkt! Wer angeölrch unwürdige Morstelkungen von GolL im A. H. sagt Prof. Cornill in seinem Vortrag ,,Die Psalmen in der Weltliteratur", wer sich an den hierher gehörigen Stellen, z. B. Ps. 73, 65, stoße, beweise damit, daß ihm das Verständnis für Religion und Poesie abgehe. Die Religion Israels hat ,.vollen