Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 55 (1899)
- Issue
- 2 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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\2 steht, Rai und Trost. Dank der Beisteuer von (V2 Millionen Mark konnte man die Wiederherstellung des Tempels in Angriff nehmen. Bald war wieder ein Brandopferaltar vorhanden. Da wurde die Arbeit plötzlich unterbrochen (s. 0.). Jetzt verheißt Gott ihren Abschluß unter der Wirkung seines Geistes. Serubabel wird den Giebel- oder Schlußstein heraustragen. Aber er soll nach Gottes Geist, dessen Werkzeuge und Förderer zunächst die beiden Propheten Haggai und Sacharja sind, streben. Während der Leuchter hier den Fürsten darstellt, ist er im letzten Buch des N. T. ein Bild.der einzelnen Gemeinde (Off. (). Die dort (((.3 f.) vorkommenden Olbäume und Fackeln beziehen sich auf die 2 letzten Träger einer göttlichen Gnadenbotschaft vor der Wiederkunft Thristi. Ihre Zeit ist die erste Hälfte der letzten Iahrwoche der Welt. — Der fliegende, 20 Glien lange, (0 Glien breite Brief des folgenden Gesichtes verkündigt Gottes Fluch über die Sünder. Diese werden ausgefegt (nicht: frommgesprochen). Nicht nur der aus Babel mitgezogene heidnische Troß, sondern auch der gottlose Teil Israels wird vom Gericht betroffen (s. 3. Mose 26; 5. Mose 28), wie dies ja immer beim Haufe Gottes anfängt ((. Petri H,(7). — Im 7. Gesicht kommt ein Hohlmaß vor, dessen Aubikinhalt nach rabbinischer Angabe 20 Liter beträgt. Hier ist vielleicht ein fünf- oder zehnfaches Gpha gemeint. Das Weib, welches in dem engen, mit Bleideckel versehenen Aerker sitzt, ist die Verführerin des Volkes. Die Gefangene wird nach Südbabylonien, dem Sumer der assyrischen und babylonischen Inschriften, ihrer Heimat, geschafft. Aber Isebel (Iesabel) hat sich immer wieder zu befreien gewußt (Off. 2, 20). Daher tfyut die sonntägliche Bitte der Brüdergemeine not: ,,Wehre allen Ärgernissen und entferne die Verführer von Deinem Volk!"— Noch ein Gerichtsbild wird dem Propheten gezeigt. Im Norden Palästinas beginnt die Zornesheimsuchung für die Heidenvölker. Später ergeht sie über den Süden. Ja, überall tritt sie zu Tage. Persien, trotz der Gnadenerlasse von Lyrus und Artaxerxes eine gottfeindliche Weltmacht, erliegt Macedonien. Ggypten muß Syrien weichen. Auch Roms, des Universalerben, Herrschaftsstunden sind gezählt. Gs giebt nur Ginen wirklichen Weltherfcher: das ist der allmächtige Gott (Hes. 5,(3). Gin Versuch, die Nachtgesichte Sacharjas dichterisch zu behandeln, erschien in der Thristoterpe von (885 (S. 370). Der Stoff eignet sich hierzu vortrefflich. Vor allem aber sollten wir Prediger die erhabenen Bilder des prophetischen Buches unserer Zeit nahezubringen suchen. Israel und seine Bibel. Die Nummer (( der D. G. von (898 war bereits gedruckt, als wir in der A. Z. d. I. ((898, Nr. ^3 ff.) einen Vortrag des Göttinger Rabbiners Dr. Jacob fanden, dessen Anfang sich wie eine Antwort auf unsere Fragen nach Israels Stellung zum A. T. ausnimmt. Vr. I. klagt: ,,Die Bibel ist fast verschwunden aus der jüd. Wissenschaft, aus dem jüd. Haufe. Unsere Bibel ist nicht mehr unsere Bibel. Das Judentum aber ohne Bibel ist dem Tode verfallen." „Nur die Rückkehr