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Dibre Emeth · 1898-01-01 · 2 (1898) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
55 (1899)
Issue
2 (1898)
Date
1898-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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\0 Das Bekenntnis der Iüngergemeinde lautet: „wir glauben, daß Dich Gott als seinen Sohn, Als HEiland Dich gesandt, um zu verkünden Des wahren Glaubens Evangelium." Den Untergang Jerusalems weissagend und zur Flucht aus dem Lande mahnend, verkündigt IEsus: „Denn gar entsetzlich werden sein die Greuel, Zu strafen die Verblendung dieses Volks." Von des Messias eignem Ende redend, sagt er: „Den Königsthron umhüllt der Purpur seines Blutes." Das Werk des jüdischen Dichters, der als Vorarbeit eine Sternsche Erzählung (Die Schwestern von Bethanien) gebrauchte, zeigt aufs neue, welche Anziehungskraft die Geschichte IEsu auf ein weiches und reiches Gemüt ausüben kann. Möge Dr. 36. viele Israeliten in der Weife zur Nachfolge reizen, daß er sie veranlaßt, ‘ sich mit jener Geschichte eingehend zu beschäftigen! In welchem Sinne dies geschehen sollte, lehre Alagel. 5, 7. „Professor M. Lazarus beruft sich in der Vorrede zur hebräischen Übersetzung seiner Abhandlung über den Propheten Ieremia auf die genannte Stelle: ,,Jedes Zeitalter ist verpflichtet, dem Ieremia Gerechtigkeit zu zollen, ihn zu verherrlichen, ihm den Dank abzustatten, zumal wir alle beklagen müssen: lynUft prxMNEDn : Sie haben sichl an ihm so schwer versündigt." An IEsu hat sich das alte Israel noch mehr versündigt als an Ieremia. Darum kam so viel Unheil über die Nachkommen. Im Blick auf die Vorfahren muß noch das jetzige Geschlecht mit dem von Lazarus weggelassenen Schluß des Verses^ seufzen: ubD Wir haben ihre Missethaten getragen. Je mehr diese Erkenntnis sich Bahn bricht, desto bereitwilliger wird;7man das heil annehmen, welches der von Menschen verworfene, von Gott erhöhte HEiland allen Bußfertigen und Gläubigen anträgt. Mag das obige Drama unvollendet bleiben, wenn nur mit dem Verfasser alle Glieder der Synagoge das erhabenste Drama, Gottes Gnadenoffenbarung in IEsu Ehristo, persönlich erleben! Die Nachigesichte des Propheten L'acharza. Im 2. Jahr des persischen Aönigs Daxius hystaspis (520), 2 Iahre'-'nachtz der Grundsteinlegung^ des 2. Tempels, am 2% Tage des Monats, erlebte der Aaronit Sacharja, der Sohn Berechjas, der Enkel Iddos, eine außerordentliche Nacht. Die Beschreibung derselben ((, 7—6, 8) hat für Schatzgräber, die in der heil. Schrift gerne tief graben, für Grübler, welche den dort gegebenen Anregungen gerne weiter nachsinnen, einen besonderen Reiz. In [8 Gesichten, die sich gegenseitig ergänzen und deren Erklärer ein Engel ist, zeigt Gott feinem Dieners die; Ausbreitung^, des Gottesreiches unter den Weltreichen. hierbei ergiebt sich 'aus dem Inhalt der Bilder ein Unterschied. Die ersten 3 (die Reiter, die Schmiede, der Landmesser) bilden die erste, die letzten 5 (Iosua, Serubabel, der Brief, die Gefangene, die Wagen) die zweite Gruppe.

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