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Dibre Emeth · 1898-01-01 · 1 (1898) · page 5

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Journal
Dibre Emeth
Volume
55 (1899)
Issue
1 (1898)
Date
1898-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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5 des Lohnes und des,, heiligen Geistes erschallen: „Lollt' ich meinem Gott nicht singen," „Überwinder, nimm die Palmen," und „Geist der Araft, der Zucht und Liebe." Dem dreieinigen Gott gebührt Anbetung. Aber die Anbeter sollen auch Prediger sein. Die größte Gnadenthat der Vergangenheit,' die Erlösung durch Lhristum, von welcher der der P-Glocke eingeprägte Spruch Hebr. ty,\2 b zeugt, und die größte Gnadenthat der Zukunft, die Aufnahme der Erlösten in das himmlische Jerusalem, aus welche die ^-Glocke mit Gal. %26 hinweist, sollen uns zu fröhlicher Arbeit in der Gegenwart mahnen, zur Erfüllung der Forderung Ies. HO,tf., die auf der O-Glocke steht: „Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott. Redet mit Jerusalem freundlich!" Die Vollendung des Glaubens und der Hoffnung ist die Liebe. Die vollendete Liebe aber bleibt nicht bei den Genossen des Glaubens und der Hoffnung stehen: das Feld ihrer Bethätigung ist die ganze Menschheit. So soll sich denn auch die Gemeinde der Erlöserkirche als einen Liebesbund erweisen, der mit Wort und Werk um die Liebe aller wirbt. Gott befähige sie, den Muristan zu einer Legensstätte auch für Israel und Ismael zu machen! In der Zeitschrift „Dienet einander" veröffentlichte P. Lic. Böhmer in Raben zur Vorfeier der Airchweihe in Jerusalem eine predigt, welche deshalb besonders bemerkenswert ist, weil sie das wichtigste Ereignis des Zf. Oktobers v. I. unter dem Gesichtspunkt der Iudenmission betrachtet. In der Einleitung sagt Böhmer: „Wir, die Erben der den Israeliten zuerst gewordenen göttlichen Offenbarung, können ihrer nicht vergessen, können nicht anders, als in herzlichem Mitleid mit ihrer Verirrung und in inniger Liebe ihnen bessere Erkenntnis wünschen und für sie beten." Text und Thema werden ps. s22,6 entnommen. „Aufforderung wie Wunsch haben \. einen guten Grund, denn IEsus spricht: Das Heil kommt von den Juden; 2. ein gewisses Ziel, denn Paulus verheißt: Das ganze Israel soll selig werden." Bei der Ausführung knüpft der Verfasser an ps. \22,\ an. „Heute singt es Israel nicht mehr. Der Tempel ist längst verschwunden. Was Israel aus Jerusalem erwartete, die völlige Vergebung der Sünden und die vollkommene Offenbarung des ewigen Lebens: wir haben's in Thristo erlangt. Aus Israel ist gekommen unser hochgelobter HErr. Leine Liebe zu Israel ist unwandelbar geblieben bis zum letzten Atemzug. Alle Apostel sind aus dem Volk der Juden berufen. Dies Volk hat allen Völkern das Evangelium gebracht, freilich auch von Anfang an der Ausbreitung des Namens IEfu den wütendsten Widerstand entgegengesetzt. Es bleibt wahr: Das Heil kommt von den Juden. Ist das nicht ein guter Grund für uns, Jerusalem Glück zu wünschen, auch dem Volk der Juden das Heil Ehrifti zu bringen, das gelobte Land und das Volk der Verheißung mit Liebe zu umfangen? Leider giebt es unter den Thristen nicht wenige, die für alle übrigen Werke christlicher Nächstenliebe Verständnis und Teilnahme haben, nur vor der Iudenmission schrecken sie zurück. Lie sagen: Die Juden, die wir kennen, haben nicht das geringste Verlangen, Jünger Lhristi zu werden. Daran ist viel Wahres. Es

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