Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 54 (1898)
- Issue
- 11 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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Mentioned entities
- Safed 1× ep/1046078
- Tunis 1× ep/1048155
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85 Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, welches aus dem Munde Gottes kommt. Wer Gott vertraut und glaubt, daß ZLfus Christus zur Erlösung der Menschen in die Welt kam, um unserer Sünden willen starb und um unserer Gerechtigkeit willen auferstand, der wird vom ewigen Verderben errettet werden/' Bei diesen Worten machte sich der Zorn der verblendeten Zuhörer in dem Fluche Luft: „Sein Name werde ausgelöschtI" Zn Jerusalem wurde das Missionskrankenhaus in Acht und Bann gethan. Dies störte die Mission, schadete aber auch den jüdischen Äranken. „Seitdem die Juden nicht mehr ins Hospital gehen dürfen, sterben sie wie Fliegen," sagte eine dortige Jüdin. Auch in Zaffa, Safed und Damaskus suchte der Fanatismus die Verkündigung des Evangeliums zu verhindern. Viel schmerzlicher als die jüdische Gegnerschaft empfindet der Missionar die christliche. Ein irischer Geschäftsreisender wurde durch eine predigt ergriffen. Da hörte er, wie christliche Zuhörer ihren Unglauben öffentlich aussprachen. „Wenn sie diesen Dingen nicht glauben, was soll ich thun?" fragte er den Missionar, dem er dies erzählte. Derselbe verwies ihn auf das Gesetz und dasZeugnis (Zes. 8, 20) und riet ihm, die Wahrheit um ihrer selbst willen zu lieben, da diese Liebe allein uns die Aenntnis göttlicher Dinge erschließt. Gottlob wird aber unser Wirken andererseits von vielen wahren Christen unterstützt. Zur Bekämpfung des jüdischen Widerstandes, zur Förderung der Empfänglichkeit für das Evangelium können solche Freunde in verschiedener Weise beitragen. Manche sind vielleicht imstande, dem Beispiel einer Missionsgehilfin in Manchester zu folgen und den Israeliten, die in der Regel an der Musik große Freude haben, die frohe Botschaft nicht nur vorzusagen, sondern auch vorzusingen. Andere vermögen etwa mittelst der Feder der guten Sache zu dienen, wie in Tunis ein ehemaliger Rabbiner, der jetzt die Schriftenniederlage daselbst verwaltet, \2 der besten Traktate ins Arabische übersetzt hat. Jedenfalls sollte jeder helfen, der helfen kann. „Wer da weiß, Gutes zu thun, und thut es nicht, dem ist es Sünde" (Zak. % j[7). Daß die Sünde der Unthätigkeit ebenso wie das böse Thun ins Verderben führt, lehrt das n. t. Gleichnis von dem Müßiggänger, der den ihm anvertrauten Zentner zu einem toten Gut machte (Matth. 25). C. Ruprechts Einleitung ins %. T. Der Name des Mannes, dem wir das neuste „Wissenschaftliche Handbuch der Einleitung in das A. T." (Gütersloh: C. Bertelsmann, XXIV u. 5^8 S.) verdanken, ist wohl den meisten theologischen Lesern der D. E. längst bekannt. Wenn man ihm bei seinen früheren Arbeiten auch nicht in allen'Stücken zustimmen konnte, mußte man doch seinen Fleiß und Scharfsinn bewundern. Dieselben löblichen Eigenschaften zeigt nun das soeben' erschienene „Handbuch," welches die Hauptgründe gegen die gesamte moderne Aritik des A. T. beibringt. Wir beglückwünschen die bayrische evangelische Geistlichkeit dazu, daß sie in ihren Reihen einen so hervorragenden Gelehrten besitzt. Und