Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 54 (1898)
- Issue
- 11 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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86 wenn auch diese neue Arbeit Rupprechts wiederum manche Bedenken erregt, so zollen wir ihr doch freudig die ihr gebührende Anerkennung. Angesichts des stattlichen Bandes fragt man sich unwillkürlich: Warum bringt die Synagoge nicht ein solches Handbuch hervor? Wie kommt es, daß der große kritische Aarnpf ums A. T. fast nur innerhalb der Airche geführt wird? Fehlt es unter den Theologen Israels an Männern, welche aufgrund sorgfältiger Einzelstudien imstande sind, die Gründe für und wider die altherkömmliche Anschauung von der Entstehung der a. t. Bücher gegen einander abzuwägen und hiernach eine Entscheidung zu treffen? Wie gerne würden wir Ehristen eine der Rupprechtschen ähnliche wissenschaftliche Leistung aus jüdischen Händen empfangen I Zur Einweihung der OrköserKirche in Jerusalem veröffentlichte das Kuratorium der Evangelischen Ierusalemsstiftung folgende Ansprache: „Das gemeinsame werk der bcutfchen evangelischen Kirchen, der Bau der Lrlöserkirche in Jerusalem, sieht seiner Vollendung entgegen, und der Tag naht, an dem das in xrunkloser Schöne entstandene Gotteshaus geweiht und seiner heiligen Bestimmung übergeben werden soll. Teilnehmend und dankbar bewegt heben sich aus der gesamten evangelischen Christenheit Augen und Kerzen empor zu den Bergen, von welchen der Welt Hilfe gekommen ist. was die heilige Schrift aus vergangenen Jahrtausenden berichtet, was jeder Christ als Kind gelernt — die größten Erinnerungen der Welt treten uns lebendig vor die Seele, und wir fühlen die heiligen Bande, welche unser Herz mit dem Schauplatz der großen Thaten Gottes verknüpfen. Die Stadt, in der unser HErr und HEiland gewandelt, wo er für uns am Kreuz gestorben, aber auch am dritten Tage wieder auferstanden ist, wo er als der erhöhte HErr am Tage der Pfingsten seinen Geist ausgegossen und seine Kirche gegründet hat, die Stadt, wo das Evangelium seinen Segenslauf begann und wo Gottes Wort doch wieder so teuer geworden ist, — wer könnte sie vergessen? Sie bleibt uns die heilige Stadt um ihrer hehren Erinnerungen willen. Und wie das Israel der alten Zeit wünschen wir Frieden über Jerusalem, wem es vergönnt ist, mit zu pilgern mit den Scharen, die da feiern, mit dem erhabenen Schirmherrn unserer evangelischenKirche, dem deutschen Kaiser, mit seiner erlauchten Gemahlin und so vielen Freunden des gelobten Landes, der jauchzet mit dem psalmisten: „Ich freue mich über die, so mir sagtet!: Lasset uns ins Haus des HErrn gehen. Unsere Füße stehen in deinen Thoren, Jerusalem!" Aber auch die, denen das nicht vergönnt ist, können im Geist tritt hinaufziehen gen Jerusalem, ihre Gebete zur Weihe des Gotteshauses mit den dort Feiernden zu vereinen und fröhlichen Herzens Gott zu danken, daß auch dort die frohe Botschaft von der Gerechtigkeit und Seligkeit allein aus Gnaden, allein durch den Glauben an Christum, unseren Erlöser, in deutscher Sprache soll verkündigt werden, und die gemeinsame Feier werde uns allen eine Erinnerung, daß wir mit einander hinaufgehen zu dem Jerusalem, das droben ist, unsere ewige Heimat. Die Glocken der Erlöserkirche mögen es Hinausrufen in alle Lande und hineinin jedes trostbedürftige Herz: „Christus unser Erlöser, die ewige Gottesstadt droben unsere Heimat!" So lasset uns, die Stamme des HErrn, die gesegneten Söhne der Reformation, die wir das größte Gut gemeinsam besitzen, bezeugen, daß wir eins sind im Glauben an den einen HErrn, eins in der Liebe, eins in der Hoffnung, und Gott der HErr lege seinen reichen Segen auf unser Werk, daß wir in unserer Gemeinschaft wachsen und immer mehr eins werden in dem, der unser aller Haupt ist, IEsus Christus gestern und heute und derselbe in Ewigkeit! Amen." Darwins Urteil üöer die Keidenmiffionein Ergebnis seiner wissenschaftlichen Reisen (vgl. D. E. *893, S. §8), lautet vollständig: „Im Ganzen hatte ich den Eindruck, daß die Sittlichkeit und Religiosität der Eingeborenen sauf den Südseeinseln) in der That das höchste Lob verdienten. Es giebt viele, die, noch gehässiger als Kotzebue, sowohl die Missionare und ihr System, als die