Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 54 (1898)
- Issue
- 10 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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79 Zirm Nachdenken. Nicht die Größe der Sünde, sondern der Mallgel an Glauben kann die Ursache zur Verdammnis des Menschen werden, wer Glauben hat, kann uilgeachtet aller seiner Sünden selig werden. Aber wer nur eine einzige Süube hat und keinen Glauben, den wird diese einzige Sünde gänzlich zu Grulide richten. Der Glaube an das Blut Christi zerstört die Macht der Sünde. Ein Tropfen von dem kostbaren Blut des PEilandes kann tausend brennende Welten auslöschen, wieviel mehr kalln es die Furcht uliseres arinen Herzens vertreiben! wenn du an Christum glaubst, so magst du zu dem Berge deiner Schuld sagen: „Entferne dich von hinnen und wirf dich ins Meer!" (Spurgeon.) 2. Das Leben ist eine Arbeitszeit, die Welt eine große Werkstätte, wo kein Platz für die Drohnen ist. Gott selbst arbeitet als der große Meister. Alle Kreaturen haben ihr Teil zu thun: vo,n Engel, der vor Gottes Thron seine parse schlägt, bis herab zur Ameise, die Wintervorrat saurmelt. Es giebt so viel zu thun: Böses zu vernichten, Gutes aufzubauen, Zweiflern den weg zu weisen, verlorene Söhne und Töchter zu suchen, Sündern nachzugehen, was machst du hier? Auf, Christen, auf! Aus Euren Pöhlen hervor an die Arbeit! Arbeitet nicht, um Eure Erlösung zu verdienen, aber weil Ihr erlöst seid, arbeitet! (F. B. Meyer.) 3. Die Perle bedarf des Lichtes, soll der schöne, farbige Schimmer nicht schwinden, der ihren wert bestimmt. Sie hat ihn bei ihren: Entstehen nicht ein für allemal mitbekommen. Verschließe sie auf Jahre im dunklen Schrein, und du wirst eines Tages erschrocken sehen, wie sie an Glanz verloren hat. Ist cs mit deiner Seele anders? Licht von oben gebraucht sie und wiederum Licht. Nicht daß du einmal deinen PEiland gefunden und dich zu ihn: bekannt hast, macht dich zmn Christen. Bitte nur imme.r wieder um den Hellen Schein seiner Gnadensonne! Sorge ängstlich, daß dir das. Geschenkte erhalten bleibe, der kostbare Schatz nicht entwertet werde! (Nach dem „Edelweiß.") Aus der jüdischeu Presse. Kein Zweifel, daß Juda Makabi der Stein ist, der das hellenistische Weltreich und die hellenistische Bildung umstürzt und begräbt. (A. Z. d. I. ^897, No 5{. Der betr. Artikel, der das Christentum zugleich verteidigt und herabwürdigt, erinnert recht an 2. Kor. 3, \%.) — Jesus hat aus jüdischer (Quelle geschöpft, und ist nur dadurch groß und ruhmreich geworden. (Lbd. *898, No. 3. Gegen Matth. \5, 54 ff. Joh. 7, f.) — Der Verkauf des Tischgebetes zum Besten der Vereinskasse (beim Stiftungsfest der LH. K. in Essen) ergab über 330 M., außerdem wurde aber auch 8ebLi' hamaalaus versteigert, und zwar für \07 M., die dem V. isr. L. für dessen Unterstützungskasse übergeben wurden. (Lbd. Gilt hier nicht Jes. 29, \3?) — Es war ein nie wieder gut zu machender politischer Fehler, daß die Kinder Israels das Land Pa'ästina besetzten. Damals freilich hatten sie keine andere Wahl. Sie haben einfach zum Leichterreichbaren zugegriffen, ohne an die Zukunft zu denken, wie zermalmend sich diese Zukunft gestaltete, lehrt die Geschichte, peute ist die Sache viel einfacher, wir müssen nicht gerade Palästina anstreben. (Ebd. No. 5. wie kann ein Israelit sich so weit vergessen, die von Gott bewirkte Verkettung Israels mit Palästina zu leugnen?) — In der Vereinigung des Judentums mit dem Christentum, in der Vereinigung aller Menschen zurBethätigung derwahrheit und Gerechtigkeit erblicken wir das Ideal der Mission Israels, und in dem Streben edler Männer nach Gerechtigkeit erblicken wir die Verkörperung, die Verwirklichung dieses Ideals. (Ebd. No. tO. Anders urteilt Röm. tb 22 über Israels jetzige Bedeutung für die Menschheit.) — Es kann nicht schnödes Gold der Kaufpreis für Zion sein. „Durch Recht wird es erlöst werden." wenn Recht und Gerechtigkeit die Perzen der Menschen - entzündet und Regierungen und Regierte von ihnen ergriffen sein werden, dann wird die Erlösung Zions eingetreten sein. Unversehens, meint der Talmud, wird der Erlöser kommen. (Lbd. No. j3.) — Das Kapitel von den Judeutaufen ist das traurigste und peinlichste. Auch in den Kreisen, die der alten Lehre noch treu geblieben, ist eine Konnivenz gegenüber dieser Abfallswut üblich geworden, die ein überaus trauriges Zeichen der Zeit ist. (Ebd. No. 22.) — Ich bin fest überzeugt, daß eine