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Dibre Emeth · 1898-01-01 · 10 (1898) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
54 (1898)
Issue
10 (1898)
Date
1898-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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77 beantwortete. Zehn Tage später ging diese greise Thristin aus Israel ein zu ihres k)<Lrrn Freude. Ihre Geschichte liefert einen neuen Beweis dafür, daß man auch noch im Alter wiedergeboren werden kann. Vgl. Ioh. 3. _ Eine Missionsfestrede über Matth. 5, 13. Bei dem Missionsfest, welches die evangelischen Palästinenser im September *897 zu Haifa feierten, dielt Pastor Hoppe von Jerusalem eine Ansprache, welche auch den Lesern der D. E. von Nutzen sein kann. Man findet ihren Wortlaut in den ,.Neuesten Nachrichten ans dem Morgenlande" (^898, Nr. 3). Hier begnügen wir uns mit der Wiedergabe einzelner Teile. (Liner Pyramide möchte ich unsere Gemeinden vergleichen, wenn sie sind, was sie sein sollen. Auf dem Grunde des aus seliger Erfahrung geborenen Herzensbekenntnisses: „Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes," erbaut sich eine Gemeinde voll Geist, Licht und Leben. Indem sie sich je länger je mehr auswächst zum vollkommenen Mannesalter in Christo IEsu, wachsen aus ihrer Mitte wie die Spitze aus der breiten Grundlage der Pyramide die Berufsarbeiter der Mission hervor, in denen der Zeugengeist der Gemeinde sich zusammenfaßt. Christum, diese größte, diese unaussprechliche Gabe Gottes (2. Aor. 9, ](5), sollen und wollen wir bringen. Das ist nicht eine willkürlich erwählte Aufgabe, eine Liebhaberei, der man unbeschadet seines Christentums sich auch entziehen kann. Nein, das ist unsere Schuldigkeit (Röm. ^). Die Verantwortlichkeit füralle, die Christum nicht als ihren HEiland kennen, müssen wir dein Apostel nachfühlen, auch wenn wir nicht Berufsarbeiter der Mission sind. Das Salz, das nicht ausgestreut wird, ist schuldig an der Zersetzung und Fäulnis, der es wehren sollte. Aultur ist nicht Mission, wenn auch die evangelische Mission daneben die beste Vorkämpferin der Aultur ist. Das Christentum ist die größte Aulturmacht, die es giebt. (Ls macht die Erde zum Schauplatz des Reiches Gottes, steckt sich die Wiedergeburt der ganzen Welt zum Ziel, bekämpft den gewaltigsten Feind aller wahren Aultur, die Sünde, mit den heiligen Waffen aus der Rüstkammer Gottes, hat die Aräfte der zukünftigen Welt zur Verfügung. Aber wenn wir glauben, mit Ackerbau, Straßenbau, Industrie und geistiger Bildung seien die Totengebeine zum Leben zu erwecken, so würde der Boden Israels, auf dem wir hier stehen, gegen uns schreien. Wie konnte unser HErr zu jenen Fischern vom See Genezareth, die in der Aultur vor andern Leuten so weit zurückstanden, sagen: „Ihr seid das Salz der Erde," wenn nicht das Eine sie dazu fähig machte, daß sie an ihn glaubten und von ihm zu zeugen vermochten? Missionsbotschaft ist Gnadenbotschaft. Nur wenn die Mission der Welt etwas zu bieten hat, hat sie ein Recht. £)at sie nichts zu bieten, so ist sie das, wofür viele sie anfehen: Proselytenmacherei, Engherzigkeit, Rechthaberei, Herrschsucht, Fanatismus. Wenn uns die Augen aufgethan werden für die Herrlichkeit Gottes in Christo IEfu, dann gehen sie uns auch auf für das Elend

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