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Dibre Emeth · 1898-01-01 · 8 (1898) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
54 (1898)
Issue
8 (1898)
Date
1898-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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sowie das Seelenheil unserer zerstreut wohnenden proselyten zu pflegen. Letzteres ist großes Bedürfnis und alle unsere proselyten sind für unsere Besuche sehr dankbar. Nur schade, daß wir vier bis sechs Tagreisen von einander entfernt wohnen I Ich habe Ihnen nun alles offen geschrieben und stelle es Ihnen anheim, ob Sie unter obigen Umständen die ZTIiffion weiterführen oder aufgeben wollen, bis günstigere Zeiten kommen. Wir sind bereit, solange noch eine Möglichkeit da ist, das Wort Gottes zu verkündigen, zu kämpfen, zu arbeiten, zu beten, zu leiden und zu sterben für unseres HGilands Sache. Nun werden Sie fragen: „Wie steht es bei Tuch? lebt Ihr im Frieden mit und untereinander?" Zum Lobe Gottes darf ich Ihnen schreiben: der Friede Gottes wohnt unter uns, und wir sind in der Liebe IEsu verbunden, üben und lieben einander. Wir bitten den HGrrn allezeit, daß er uns Religionsfreiheit gebe, uns ausrüste mit der Gabe des heiligen Geistes, damit wir in allen Dingen seinen Willen erkennen und thun lernen. Wir bedürfen der ganzen Waffenrüstung Gottes, um in dem Kampf zu bestehen und das Feld zu behalten. Nachschrift. Den \2. November \897. Soeben haben wir in einer Konferenz beschlossen, noch in diesem Jahr nach Dembea überzusiedeln. Ich werde laut unserer Instruktionen darauf halten, daß w r sechs Brüder uns an drei verschiedenen Orten ansiedeln. Nur wissen wir nicht, ob uns die Regierung erlaubt, Debre Tabor zu verlassen. Wenn die Mission nicht aufgegeben, sondern fortgeführt wird, möchte ich Sie bitten, die beiden proselylen Asressa und Ain-Allam als Lehrer anzustellen. Beide sind tüchtige und bekehrte junge Männer. Das Geld, welches Sie uns voriges Jahr sandten, haben wir richtig erhalten. Wie froh und dankbar waren wir dafürI Gs war nicht nur Ebbe in unserer Kasse, sondern wir hatten Schulden machen müssen. Der armen proselyten sind so viele, mit denen wir unser Brod teilen müssen. Ich lege ein Verzeichnis bei, woraus Sie ersehen, wie wir das Geld verteilt haben. Alle sagen: „Egsiabher yestow“, Gott vergelt's I Grüßen Sie herzlich von mir alle meine Freunde! Wenn uns das Schreiben' von der Regierung nicht verboten wäre, wollte ich gerne allen schreiben. Den Boten, der diese Briefe nach Massaua trägt, müssen wir im Geheimen senden. Wir haben ihm 20 Thaler und das Esten zu bezahlen. Gedenken Sie unser in Ihren Gebeten, damit wir mit freudigem Aufthun unseres Mundes kundmachen, den unausforschlichen Reichturn der göttlichen Gnade und Barmherzigkeit! In Liebe und Hochachtung verharrt Ihr dankbarer Mohrensohn _M. Argawi. Vom Wahn zur Wahrheit. Durch König Friedrich Wilhelm III. wurde in Preußen eine Vereinigung der beiden evangelischer! Kirchengemeinschaften herbeigeführt. Vielerorten stieß aber das Unternehmen des reformierten

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