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Dibre Emeth · 1898-01-01 · 8 (1898) · page 3

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Journal
Dibre Emeth
Volume
54 (1898)
Issue
8 (1898)
Date
1898-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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59 „Wer weiß? Gott möchte sich kehren und Ihn reuen, und Sich wenden von Seinem grimmigen Zorn, daß wir nicht verderben." Und Gott erbarmte sich. Gr wendete Sein Aorngericht ab und gab Gnade, Gr neigte Sich zu dem Flehen dieses in Buße vor Ihn, gebeugten Volkes. Gott erhielt die Stadt noch fast 200 Jahre. Gr maß die 4;0 Tage nicht mit der menschlichen Glle irdischer Rechnung, sondern mit dem Gnadenmaße göttlichen Grbarmens. Gndlich im Jahre 606 vor der Geburt des ^Grrn wurde Ninive durch den Babylonier Nabspolassar zerstört. Seitdem haben ihre Trümmer mehr als 2000 Jahre unbekannt unter den, Staube gelegen. Aber von uralters her bis auf den heutigen Tag heißt ein Hügel inmitten der wieder aufgefundenen Trün,merstadt Nebi-Iunes, d. h. Prophet Jonas, und dieser Hügel bedeckt den letzten Aönigspalast von Ninive. Was sagt in dem allen der HGrr zu dem Geschlechts unserer Tage? Gr sagt (Matth. \2, 40: „Die Leute von Ninive werden auftreten am jüngsten Gericht mit diesem Geschlechts und werden es verdammen; denn sie thaten Buße nach der predigt des Jona, und siehe, hier ist mehr denn Jona." Ja, zu uns redet nicht Jona, ein schwacher Mensch, zu uns redet IGsus, der Sohn Gottes! Zu uns erschallt jetzt nicht das Wort des Gerichts: Noch 40 Tage und ihr sollt vernichtet werden, — nein, zu uns erschallt, das Wort der Gnade: Jesus starb für eure Sünden, nehmt ihn an zu ewiger Grrettungl Gott hat Gedanken des Friedens und der Grretung mit jedem von uns allen. Aber in dem einen müssen wir den Leuten von Ninive gleichen: wer die Gnade Gottes erfahren will, der muß zuerst sich mit seiner Sünde vor Gott demütigen und Buße thunl Gottes Wort ist eine große Gnaden- und Segensbotschaft an die ganze Menschheit, auch an unser Volk, auch an Dich! Werden Dich auch dereinst die Leute von Ninive verdammen, weil Du nicht Buße gethan hast? Dich ruft nicht Jona, Dich ruft Jesus I Neues aus Abessinien. Debre Tabor, den 6. November (897. Mein lieber Vater Flad! Gottes Gnade zum Gruß! Ihre werten Briefe haben wir am 26. Juni erhalten. Vielen herzlichen Dank dafür! Gs ist für mich ein großer Trost, ja, eine Glaubensstärkung, zu wissen, ich stehe nicht allein auf dem Kampfplatz, sondern es leben noch viele meiner Freunde, die mich mit ihrer Fürbitte unterstützen, um das Reich des Satans in Habesch zu vernichten. Besonders hat es mich gefreut, aus Ihren Briefen zu hören, daß man in Aornthal und St. Ghrischona niemer im Gebet vor dem HGrrn gedenkt. Dies giebt mir Mut und Araft, jede Gelegenheit zu benutzen, um Zeugnis von meinem HGiland abzulegen. Nachdem unsere Briefe an Sie abgegangen waren, machten die Brüder Hiob Negusie, Meherat, Beleta und W. H. Negusie eine Missionsreise in die Provinzen Dembea und Sakalt. Sie wären gerne noch in die Provinzen Dagusa und Atschafer gegangen, da wir hörten,

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