Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 54 (1898)
- Issue
- 7 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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der Welt, so wird Israels Aufnahme ins Reich die Auferstehung und das Leben in der Verklärung zur Folge haben. Wenn Paulus hier gläubige Lhristen vor Stolz gegenüber Israel warnt, was soll man angesichts des jetzigen Antisemitismus sagen? (Es ist, als hätte der Apostel vorausgesehen, wie schwer die ^eidenchristen sich noch an dem ungläubigen Israel versündigen würden. Israel muß uns ehrwürdig bleiben, wie eine Mutter ihren Rindern ehrwürdig bleibt, wenn sie auch Augenlicht und Geistesklarheit verloren hat. Von den 3 Epochen, die mit Bezug auf Heiden und Juden unterschieden werden, zeigen die beiden ersten menschlichen Ungehorsam und göttliche Barmherzigkeit in zwiefachem Wechsel, während die dritte den Sieg der letzteren über den ersteren bringt. \\t 33—36 schließt der ganze Abschnitt mit einem Lobe Gottes. Missionseifer. Von neubekehrten Südseeinsulanern las ich jüngst, daß sie einen wahrhaft rührenden Missionseifer haben. Gewöhnlich faßt jeder von ihnen einen seiner heidnischen Kameraden besonders ins Auge. Er betet für denselben, versucht ihn in die christliche Versammlung zu bringen, begleitet ihn nach Beendigung der Versammlung in sein Haus und spricht mit ihm über das Gehörte. Er treibt so lange an ihm Mission, bis er bekehrt ist. Dann sucht er sich einen andern Heiden, um auch diesen für das Reich der Wahrheit zu gewinnen. Solche brennende, feelsorgerliche Liebe sollten wir Gläubigen gegen alle ungläubigen Mitmenschen bekunden. Zuviel kann man in dieser Beziehung nicht leicht thun. Zn 2. Mose 34, 29. „was für eine Salbe wendest Du an, um Dein Gesicht so glänzend zu machen?" fragte ein^ heidnischer hindostanischer Händler einen Christen. Als dieser erwiderte: „Ich gebrauche nichts", beharrte der Hindu darauf, daß dies doch der Fall sei. „Ihr Christen gebraucht alle ein solches Mittel. Ich sah es in Agra, Ahmedabad, Surat und Bombay."Da lachte der Zuhörer, und sein Gesicht strahlte noch mehr als zuvor. Cr sagte: „Ich will Dir das Mittel verraten: es ist die innere Fröhlichkeit des'Herzens." — wenn Gott in seinen; wort mit uns geredet hat, vor allen: aber wenn die Freudenkunde von seinem Sohne, unserm Erlöser und Versöhner, in unsere'Ohren und Kerzen gedrungen ist, muß auch unser Äußeres dies bezeugen. Die düstere Miene muß einer heiteren weichen. Strahlt dein Antlitz noch nicht, so fehlt dir noch das höchste Glück, so hat Gott es in deinem Kerzen noch nicht tagen lassen können zun: Leuchten der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Christi (2. Kor. 4, 6). Komm' eilends an das Licht, wenn du ihm noch fern bist! _ ZU M. 119, 72. Ein müder Wanderer trat in eine Hütte, aus welcher ihm Schelten und Zanken entgegentönten. 'Auf seine Bitte um einen Trunk Wassers reichte man ihm denselben in einemJ zerbrochenen Krug. Zur Entschuldigung des lärmenden Auftritts sagte der Hausvater: „Bei uns armen Leuten giebt es oft Zank wegen einer Schnitte Brot." Als der^Fremde das Haus verließ, hinterließ er den Bewohnern einen bedeutsamen Scheidegruß. „Ihr habt einen Schatz im Hause, der allen Hader stillen kann", rief er ihnen zu.^.!Er dachte an die Bibel, die er auf dein Sims bemerkt hatte. Der Hausvater aber deutete den Satz anders. Er durchsuchte das ganze