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Dibre Emeth · 1898-01-01 · 7 (1898) · page 5

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Journal
Dibre Emeth
Volume
54 (1898)
Issue
7 (1898)
Date
1898-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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53 welche er genoß, war die Leichenfeier arn 7. März. Dieselbe begann mit einem Gottesdienst in der ehemaligen Erziehungsanstalt Auzularem, in welcher sich Ainder und Erwachsene, namentlich viele jDroselyten, die in dem Verstorbenen einen liebevollen geistlichen Vater betrauerten, versammelt hatten. Auch viele Juden erwiesen ihrem Missionar die letzte Ehre. Auf einer griechischen und einer armenischen Airche wurden die Glocken geläutet. Die Beerdigung erfolgte in dem Vorort Ferikeuy. Ginsburgs Grab liegt in der Nähe desjenigen seines früheren Schülers Nathan Darmon. Möge der Nachruf, den dis Witwe dem Dahingeschiedenen widmet, allen Lesern dieser Zeilen zu denken und zu handeln geben! Die edle Frau schreibt nämlich: „Er that bis zuletzt, was er konnte, und er starb zu meiner Freude im Harnisch." Th. Heuher über Rom. 9—11. Die neueste Auslegung des Römerbriefes (Verlag von Steinkopf in Stuttgart) giebt den Inhalt der obigen wichtigen Kapitel, von welchen die pariser Zeitung „Le Siede“ am 27. April d. I. die beiden letzten in Auszügen den Antisemiten zur Beherzigung vorlegte, in 2 kurzen Sätzen an: „Wie traurig, daß das auserwählte Volk den Weg des Lebens nicht finden will! Doch wird der. treue Gott sich auch Israels noch erbarmen." Nach der Klage 9, \—5 zeigt Paulus 9, 6—(3 aus Gottes Wort, wie die Israeliten, welche bloß dem Fleisch nach Israeliten sind, die verheißenen Segnungen nicht erlangen können. Fleischliche Vorzüge machen bei Gott nichts aus. Was er verheißt und giebt, kommt aus freier Gnade. Nach 9, - \8 handelt Gott nicht ungerecht, wenn seine Gnadenerweisungen sich nicht nach fleischlichen Bedingungen richten. Seine Gnade muß reine und freie Gnade sein, Gnade durch und durch bis in den tiefsten Grund. Sie kann grundlos heißen, sofern sie keinen andern Grund hat als sich selbst. 9, J9—29: Willst du mit Gott hadern, so stößt deine Ohnmacht auf Gottes Allmacht, deine Nichtswürdigkeit auf Gottes Barmherzigkeit. Der letzteren verdankt das wahre Gottesvolk fein Dasein. Nach 9, 30—33, dem Schlüssel des ganzen Kapitels, bekunden Heiden und Israeliten in ihrem beiderseitigen Lose die entscheidende Bedeutung des Glaubens. Kap. \0 legt die Schuld Israels noch weiter dar. Die Israel gegebenen heiligen Schriften treten in allen Dingen für das Evangelium ein, wie es jetzt verkündigt wird. Kap. \\: Wenn Israel als Volk vom Reiche Gottes sich ausschließt und als Volk von Gott verworfen wird, wo bleiben dann die den Erzvätern gegebenen Verheißungen, wo bleibt die göttliche Berufung? Gottes Wort ist dennoch nicht hingefallen. Gott hat sein Volk nicht endgültig verstoßen. \\f 2—\0: Schon jetzt hat ein Teil Israels seinen König erkannt und das heil verlangt. jß, \\—32: Auch die jetzt noch herrschende Verstockung soll weichen. Israel wird den begnadigten Heiden nacheifern und endlich als Volk ins Reich Gottes eingehen. Dient der kleine gläubige Rest mit IEfu an der Spitze zur Versöhnung

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