Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 54 (1898)
- Issue
- 7 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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_52 _ Zahl der jüdischen Ansiedlungen daselbst beträgt jetzt 37. kommende Ereignisse werfen bereits ihre Schatten voraus. Diese Schatten kündigen die Nähe Ehristi an und mahnen uns, aufzustehen und zu arbeiten. Zum Schluß redete noch Bischof Hellmuth, der ebenso wie Sherman ein lebendiger Beweis für die Macht des Evangeliums über jüdische Herzen ist. Er pries Gott für das, was er durch die Gesellschaft an Israel gethan hat. Die Airche hat dies Volk lange vernachlässigt, obwohl ihr ganzer Besitz von Israel herrührt und der aus Israel hervorgegangen ist, welcher ist Gott über alles, gelobet in Ewigkeit. Möge der göttliche Segen auch ferner auf dem Bestreben ruhen, Israel mit dem Messias bekannt zu machen! In der Geschichte Spaniens sieht der Bischof eine Erfüllung der Drohung, die Israel in Bezug auf feine Verfolger hörte: ,,Verflucht ist, wer dich verflucht." Er wünscht, daß die Spanier Buße thun und ein Volk werden, welches die Bibel liebt. Nach dem Legensspruch des Bischofs gingen die zahlreichen Festgenossen, welche ihre Teilnahme an der Mission durch eine reiche Beisteuer (nahezu £) bewiesen hatten, auseinander. Die Ainder der Missionsschule in Streatham erfreuten die Hauptversammlung auch diesmal mit ihren Gesangvorträgen. James Varnet Crighton-Ginsburg wurde (823 in Rußland geboren und während eines Aufenthalts in Deutschland dem Lhristentum zugeführt, nachdem er schon länger mit seiner väterlichen Religion, der jüdischen, innerlich gebrochen hatte. Einen bedeutenden Einfluß übte auf ihn Dr. Biesenthal in Berlin aus. Den zehnmonatlichen Taufunterricht erhielt er von Missionar Goldberg in Straßburg. Hier trat er am (6. Mai (8^7 in die Airche des Evangeliums ein. Die „Britische" Gesellschaft ließ ihn Theologie studieren und stellte ihn dann als Missionar an. (856 machte ihn die „Londoner" zu ihrem Vertreter in ^ülhausen. (857 sandte sie ihn nach Lonstantine in Nordafrika, (86^ uad) Algier, (875 nach Mogador. (886 wurde er nach Aonstantinopel versetzt, der letzten Stätte seiner missionarischen Wirksamkeit. An allen diesen Orten, desgleichen in Marseilles, wo er (879—82 vorübergehend weilte, arbeitete er mit großer Hingebung für seinen himmlischen HErrn. Eine ausgezeichnete Gehilfin stand ihm in seiner Gattin zur Seite. Von ihrer Thätigkeit in Aonstantinopel war erst in Nr. 3 der D. E. von (898 die Rede. Als der Herausgeber dieses Blattes im März (89( die türkische Hauptstadt besuchte, lernte er die dortige englische und schottische Mission persönlich kennen. In der Aapelle der ersteren zu Ortakeuy wohnte er der Taufe von 2 jüdischen Handwerkern bei, die Giusburg unterrichtet hatte. Groß war die Zahl der Israeliten, welche von dem Missionar während seiner vieljährigen Amtsführung in die christliche Airche aufgenommen wurden. Bis zuletzt durfte er seinem Wunsch gemäß amtlich thätig sein, obwohl er seit (896 mehrfach von Arankheit heimgesucht worden war. Am März d. I. setzte der Tod seinem Leben und Wirken ein Ziel. Ein Beweis für die allgemeine Achtung,