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Dibre Emeth · 1898-01-01 · 6 (1898) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
54 (1898)
Issue
6 (1898)
Date
1898-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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für unsere und der ganzen Welt Sünden gegeben hat. Die, welche an Ihn glauben, werden gerettet, welche aber nicht glauben, werden verdammt. Gs war ein Tag heißen Äampfes. Als die Sonne sich senkte, sagte der Hohepriester: „Den ganzen Tag habt ihr uns die Bibel vorgelesen. Gebt mir eine Bibel, und ich will weiter forschen." Gr besaß nur die Bücher Moses in äthiopischer Sprache.^ Wir gabenihm eine Bibel und sagten: „Wenn ihr nicht glaubt, was in diesem Buche steht, geht ihr verloren. Den Weg zum Leben haben^wir euch gezeigt. Wir legen alle Verantwortung auf euch." Der Hohepriester verabschiedete uns freundlich und wünschte uns Gottes Segen für unsere Reise. Mit Ginbruch der Nacht erreichten wir ein christliches Dorf, aber niemand wollte uns beherbergen. Als wir unser Nachtlager im Freien bereiteten, kam eine alte Witwe und nahm uns in ihre Hütte auf. Sie gab uns auch Brot und Wasser zum Nachtessen. Gott lohne es ihr! Gr lohnt ja jeden Becher Wasser, den man den Seinen giebt. Am nächsten Abend erreichten wir Gendoa, ein christliches Dorf. Niemand nahm uns auf. Wir übernachteten im Freien. Die Hunde waren unsere besten Freunde! Sie hielten die um uns her heulenden Hyänen von uns ab. Am folgenden Tage kamen wir nach Affeso, wo Samani und Agasche begraben liegen. Bei unfern proselyren fanden wir sehr freundliche Aufnahme. Wir verbrachten 2 gesegnete Tage mit ihnen. Von hier gingen wir nach Abora Georgis. Da fanden wir viele Falafchas. Wir predigten ihnen 2 Tage lang und zeigten ihnen den Weg zu IGfus, dem Sünderheiland, hierauf kamen wir in die Hauptstadt von Amhara, nach Gondar. Gondar liegt auch noch zum größten Teil zerstört da. Nur eine Falafchafamilie wohnt hier, aber mehrere Profelytenfamilien. Diese erfreute unser Besuch sehr. Wir blieben etliche Tage, stärkten und erbauten uns miteinander in unserem Glauben. Dann reisten wir über Asseso, wo wir bei unfern j)roselyten herbergten, nach Tata. I Hier wohnen viele Falaschas. Da es Samstag war, versammelten sich Männer und Frauen um uns. Sie richteten viele Fragen an uns und hörten uns etliche Zeit stille an. Wir lasen und erklärten ihnen vieles aus der Bibel. Zuletzt äußerten sich etliche Männer sehr feindselig, etliche sogar spotteten des IGsus, der am Areuze gestorben ist. Andere entpuppten sich als Zauberer. Nachdem wir ihnen noch ernst ins Herz und Gewissen geredet hatten, schüttelten wir den Staub von unfern Füßen und verließen sie. Von hier erreichten wir in $ Tagen Debre Tabor. Wir alle versammelten uns abends und hielten einen Dankgottesdienst ab. Unsere Schulen hier werden gut besucht. Gedenken Sie unser in Ihren Gebeten! Wir bedürfens sehr. Gott mit uns und Ihnen! Wandem Hüning Negusie. Zu Keör. 4- 9. Am Ende des steilen Engpasses von Glencore in Schottland, der sich an tiefen Abgründen vorbei windet, bis er die Höhe erreicht, liegt ein Stein, auf dein die Worte stehen: ,,Ruhe aus, und fei dankbar!" Denselben Zuruf liest man auf der

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