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Dibre Emeth · 1898-01-01 · 3 (1898) · page 7

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Journal
Dibre Emeth
Volume
54 (1898)
Issue
3 (1898)
Date
1898-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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23 3u ^cf. 3% 1(>. Ein armer Gichtbrüchiger, der q. Jahre lang weder Hand noch Fuß bewegen konnte und Tag und Nacht die heftigsten Schmerzen erlitt, war in all seinem Elend gelassen und getrost, weil er von Kerzen an den Gott der Bibel glaubte. Zu einenr Prediger, welcher die dem Kranken bewilligte öffentliche Unterstützung für unzulänglich hielt, sagte er: „Es ist wahr, diese paar Pfennige reichen nicht lange aus. Sind sie aber ausgegeben, dann verlasse ich mich auf die in der Bibel enthaltenen Verheißungen. Da las ich vor einiger Zeit von dem, der feinen Wandel vor den Augen des HErrn führen will: „Sein Brot wird ihm gegeben, fein Wasser hat er gewiß." So ist es auch, genau so. Noch nie wurde meine Hoffnung zu Schanden." Auf die Frage, ob er unter seinen langen Leiden und Entbehrungen sich nie zum Zweifeln und Murren versucht gefühlt habe, antwortete er: „Gottlob in den letzten 5 Jahren nie. Aus der Bibel habe ich Gott kennen gelernt, und ich weiß, an wen ich glaube. Obgleich ich meine Schwäche und Unwürdigkeit tief fühle, weiß ich, daß er mich nie verlassen wird, während der Krampf meine Lippen zusammeupreßt, so daß ich kein Wort zu sprechen vermag, kann doch mein Herz ihn loben und preisen." Wenige Wochen darauf entschlief der fromme Dulder. Zu Matth. 5. Lin Hindu, ,dcm ein Lhrist ein Evangelium angeboten hatte, weigerte sich, es zu lesen, weil es gegen seine Religion rede. Als ihm nun Matth. 5, \ — \6 vorgelesen wurde, erregte dieser Abschnitt seine Auftnerksamkeit. Auf die Frage des Ehristeu: „verstößt irgendeins üoii diesen Worten gegen die Sitteulehre Deiner Religion?" vermochte er zunächst nicht zu antworten. Er bat jenen, die Verse noch einmal vorzulesen. Nachdem sein Wunsch erfüllt war, sagte er: „Diese Lehren sind sehr schön und übertreffen die Sittenlehre unserer Religion bei weitem." Dann bat er, weiterzulesen. Dies geschah. Das ganze Kapitel wurde ihm vorgelesen. Da rief der Hindu: „Die, welche gegen diese Bücher reden, als enthielten sie schlechte Sitteulehren, müssen verrückt sein. B»s zu diesem Augenblick war ich selber verrückt, aber jetzt finde ich, daß dies das beste Buch ist." Er kaufte gerne ein Evangelium, um noch mehr daraus zu lernen. Zu Matth. 7, 16 ff. Ein Ungläubiger bemerkte, .wie zwei junge Leute, Bruder und Schwester, tnit einander in der Bibel lasen. Er tadelte sie deswegen und schalt zugleich auf die heilige Schrift. Da sagte das junge Mädchen: „Noch vor kurzer Zeit war mein Bruder ein Müßiggänger, ein Spieler, ein Trunkenbold und inachte einen solchen Lärm im Hause, daß niemand es in demselben aushalten konnte. Seitdem er angefangen hat die Bibel zu lesen, arbeitet er fleißig, geht nicht mehr ins Wirtshaus, rührt Feine Karten mehr an, bringt für seine arme alte Mutter Geld mit nach Hause, mtb unser Leben ist ruhig und fröhlich, wie kommt es, mein Herr, daß ein schlechtes Buch, wofür Sie die Bibel halten, so gute Früchte hervorbringt?" Der Gefragte war auf den Mund geschlagen. Nicht ein schlechtes, sondern das beste von allen Büchern hat uns Gott mit der Bibel in die Hand gegeben. Aas angebliche Hrav Davids in Jerusalem. vor dem im Süden Jerusalems befindlichen Zionsthor liegt eine kleine Vorstadt, welche fast nur von Muhammedanern bewohnt wird. Ihr arabischer Name lautet: „Nebi Daud" (Prophet David). Ebenso heißt das wichtigste Gebäude der Vorstadt. Man behauptet, daß in demselben David begraben liege. Aber auch noch andere Überlieferungen knüpfen sich an dies Haus. Während ein Grab im Keller als dasjenige Davids verehrt wird, zeigt nian im Obernnb Unter stock Räume, in welchen die Einsetzung des heil. Abendmahls, die Ausgießung des heil. Geistes und der Tod der Mutter Jesu stattgehabt haben sollen, wegeti seiner angeblichen Bedeutung als Ort der ersten christlichen Abendsmahlsfeier wird das Gebäude von den Christen „Eönaculum" genannt. Es erhielt fein jetziges Aussehen von den Franziskaitern, welche sich *353 hier ansiedelten. Diese fanden hier eine„Jions-oderMarienkirche" mit2Geschoffen vor, welche aus bem Jahrhundert stammte und ursprütiglich „Apostelkirche" geheißen hatte. Die

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