Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 54 (1898)
- Issue
- 3 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2554541-2555022-2555025--09790-2565981- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
24 llTitbammcbancr wußten sich den besitz der Kirche, au welche andere Gebäude austießeu, zu verschaffen. 1547 waren die Franziskaner aus der ganzen Ansiedlung verdrängt. Fortan konnten Christen lange Zeit nur schwer Eingang finden, heutzutage bereiten die Muhammedaner nicht mehr so viele Schwierigkeiten. Auch den Israeliten gestatten sie einmal jährlich, am jüdischen Pfingstfest, das Betreten des in eine Moschee verwandelten Dauses. Gegenwärtig tragen sich die römischen Katholiken mit der Hoffnung, daß Kaiser Wilhelm II. bei seinem bevorstehenden Aufenthalt in Jerusalem ihrer Kirche den verloren gegangenen Besitz wiedergewinnen werde. Die Glaubwürdigkeit der verschiedenen Angaben betreffs der heiligen Geschichte des Platzes ist gleich gering. Insonderheit wird das wirkliche Grab Davids auf dem alten (östlichen), nicht auf dem neuen (westlichen) Zionshügel gelegen haben, vergl. Neh. 5, K>. Im N. T. findet Davids Grab Apg. 2, 29 Erwähnung. Die Londoner Zudenmission in ZSerkin 1897. Die Arbeit wurde in derselben Weise wie früher gethan. 740 Hausbesuche und nahezu 900 Postsendungen brachten mindestens ebensoviele einzelne Israeliten in Berührung mit dem Evangelium. Bei 73 Versammlungen, zu denen 26 Donnerstagsvorträg'eim Brüdersaal, wilhelmstr. \36, gehören, stand mit wenigen Ausnahmen gleicherweise Bekennern der nrosaischen wie der christlichen Religion der Zutritt offen. Die meisten israelitischen Zuhörer hatte der Missionar auch diesmal bei den beiden Gottesdiensten am jüdischen Versöhnungstage. Manche fände,! sich aber auch bei jenen Vorträgen ein. Der bestbesuchte unter den letzteren war derjenige, welcher das Fortleben der Abgeschiedenen behandelte. Bei dieser Gelegenheit wurden .350 Angehörige der beiden Religionen gezählt. Ebenso sind bei den Empfängern der 7^00 Drucksachen, die außer den an ständige israelitische und christliche Leser abgesandten ca. 24700 Exemplaren der „Dibre Lmeth" und des ,,Timotheus" verbreitet wurden, die beiden Religionen vertreten. Für verkaufte Schriften gingen M. 267,57. für Missionsblätter M. 576,84 ein. Eine größere Missionsschrift, „Mein Kreuzzug," erschien in zweiter Auflage. — Die Erfahrungen, welche bei der Arbeit gesammelt werden, wiederholen sich alljährlich. Die merkwürdigsten entziehen sich der Veröffentlichung. Im allgemeinen überwiegt die Gleichgültigkeit in Religionssachen. Selten tritt der Fanatismus zu Tage. Selten begegnet man auch einem Verständnis für die christlichen Lehren, von den ^9? uns bekannt gewordenen Israeliten, welche an den Übertritt dachten, konnten wir keinem die Hand hierzu bieten. Einzelne, die eine tiefere Anregung empfangen zu haben schienen, fühlten sich durch allerlei Rücksichten gebunden. — Allen freiwilligen Mitarbeitern schulden wir den wärmsten Dank. Besonders danken wir den gütigen Damen, welche die Freiexemplare unserer Zeitschriften versenden, der Ldzardistiftung in Hamburg für die Bestreitung eines Teils der Druckkosten, sowie den Vereinen tu Lübeck, Schweidnitz und Gerlingen für die eingesandten Liebesgaben. Im ganzen wurden. M. 698,92 als Missionsbeiträge gespendet. Unter den miteinbegriffenen Kirchenkottekten steht diejenige der Rixdorfer Brüdergemeine, unter den Einzelgaben das Geschenk einer rheinischen Missionsfreundin obenan. Zzücheröericht. H. wollermann, Braunschweig und Leipzig: A. Zahn, Das Zeugnis des Propheten Jeremias für die Geschichte seines Volkes. 3^ 5. o,30 M. — Buchh. d. Stadtmission, Witten (Ruhr): A. Monod, Der Apostel Paulus. Ein Zeuge der Gerechtigkeit usw. \27 5. Geb. \,80 M. — R. Mosse, Berlin: Q.) Bericht über die Mossesche Erziehungsanstalt zu Deutsch Wilmersdorf. 20 S. — U. Kracht, Berlin S. w. Th. Kracht, Norwegische Reisebilder. Illustriert. ^78 5. 2 M. Uerichligung: Nr. 5. 2, Zeile \7 von unten lies: Kananiterin, statt Samariterin. Herausgeber: Prediger W. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße \3. v.rlag: Goßnersche Missionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin. Jahrespreis: 80 Pf. Druck von g. windolff, Berlin S.W., Lhnrlottenstraße 88.