Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 54 (1898)
- Issue
- 2 (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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u thäter der Menschheit. Freudig durchwandern seine Jünger Stadt und Dorf und breiten die Erkenntnis des Messias aus." Ein andermal bewies er einem Juden die von diesem in Frage gestellte Göttlichkeit des Neuen Testaments folgendermaßen.- Er deutete auf die Orangen, die derselbe in einem Uorbe bei sich hatte, mit den Worten hin: „Wie schade! Diese schönen Orangen sind bitter." Erstaunt rief jener: „Ich sehe, Sie haben sie noch rächt gekostet. Nehmen Sie eine, so werden Sie sehen, daß sie süßer sind als Honig." „Sie haben recht", erwiderte der Missionar, nachdem er eine Frucht versucht hatte. „Jetzt bitte ich Sie, es mit dem Neuen Testament ebenso zu machen, wie ich es mit Ihrer Orange gemacht habe. Rosten Sie die Frucht des Evangeliums! Lesen Sie dies Buch! Denken Sie unter Gebet über seine Lehren nach! Vergleichen Sie dieselben mit dem Gesetz und den Propheten! Auf diese Weise werden Sie die Überzeugung gewinnen, daß es thatsächlich von Gott kommt." Der Zudrang der Juden zum Missionar wurde groß, als die Rabbiner in den Synagogen vor ihm gewarnt hatten. Viele erfuhren hierdurch erst feine Anwesenheit. Ein jüdischer Rranker gab ihm Gelegenheit, von dem Arzt zu reden, welcher die Rrankheit der Seele heilt. Gegenüber mehreren Fanatikern erklärte er: „Die Mauern Eurer Überlieferung werden fallen, wie die von Jericho fielen. Wir stehen auf seiten des Wortes Gottes, des Eroberers. Uns gilt die Mahnung hes. 2, 6." Ermutigt wurde er, als der jüdische Raufer einer Bibel ausrief: „Gelobt sei Gott und Ehre sei seinem Namen, daß Ehristen Sie hierher gesandt haben, um uns zu unserm gegenwärtigen und zukünftigen Heil sein Wort zu bringen!" In einer kleinen Synagoge redete Z. von dem Gegenbild des Passahlamms, dem für uns geopferten Messias, in welchem der Gott Israels sein Volk besucht und erlöst hat. Die beim Gottesdienst zu Tage' tretende Gedankenlosigkeit bekämpfte er mit Jes. 29, \5, das Vertrauen auf die äußeren Formen, z. B. bas frühe Anzünden der Sabbathlampe und das Fasten, mit ps. 5s, Als jemand alle Religionen einander gleichstellte, gab er dies nicht zu. „Die Ehristen", sagte er, „haben nicht eine zerfahrene, kalte Religion. Sie besitzen einen Heiland, einen lebendigen, persönlichen, allmächtigen Messias. Er allein kann und wird die selig machen, welche zu ihm kommen." Ein einstußreicher Rabbiner bezeugte ihm seine Hochschätzung, äußerte aber zugleich: „Wir kämpfen gegen Sie, so daß bei Ihrer Missionsarbeit nichts herauskommen kann." Z. antwortete: „In dieser Einsicht werde ich immer stärker sein als Sie, denn ich habe zwei Verheißungen, mit denen ich weder Rabbiner noch Mollahs fürchte." Er zitierte Joh. j6, 33 und Hebr. % \2. Als ein Rabbiner ihm vorwarf, daß er sich nur an die Bibel binde, erwiderte er: „Ich verstehe weder die Gemara noch Raschi, aber Eins weiß ich: der von Mose und den Propheten vorausgesagte Messias ist gekommen und hat mich von allen meinen Sünden losgesprochen." Jener sagte: „Wir glauben nur an Mose." Doch Z. gab dies nicht zu. „Dann würdet Ihr die Schriften Moses mit größerer Aufmerksamkeit lesen und z. B. bei 5. Mose 28, 62 fragen,