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Dibre Emeth · 1897-01-01 · Heft 12 · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
53 (1897)
Issue
Heft 12
Date
1897-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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95 auf einer hohen. Schule gewesen. Jedenfalls habe ich auf dieser Pilgerfahrt sehr viel gelernt." Über Egypten und Marseille kehrte er nach London, 6 Wochen später in seine Heimat zurück, Hier mußte er überall von dem, was er gesehen hatte, insonderheit von der heiligen Stadt, vor Schwarzen und Weißen Bericht erstatten. An 2» ^ioti 3) ly f» Lin Gelehrter, Dr. Taylor, sagte zu dem berühmten englischen Prediger John Newton: ,,Ich habe jedes Wort in der hebräischen Bibel gelesen und verglichen, aber darin die'Lehre von der Erlösung, an die Sie so fest glauben, nicht gefunden. Ls wäre doch sehr sonderbar, wenn ich sie nicht gefunden haben sollte, falls sie darin wäre." Newton erwiderte: „Ich finde dies nicht sonderbar. Ich wollte einmal nachts mein Licht anstecken, als der Lichthut noch darauf lag: das ging aber nicht. Sie müssen den Lichthut, den Dämpfer, erst wegnehmen." Kannst Au öeten? In seinem Tagebuch erzählt der edle Erzherzog Maximilian von Österreich, der als Kaiser von Mexiko ein so trauriges Ende nahm, folgendes: „Heute starb an Bord ein Matrose. Er fühlte den Tod nahen, war voll Angst und Schrecken und bat, daß doch jemand mit ihm bete. Der Arzt fragte bei den Offizieren und Mannschaften an. Alle lehnten es ab; keiner war imstande, mit einer Seele, die in die Ewigkeit hinüberzugehen im Begriff war, zu beten. Da ging ich selber zu dem Sterbenden. Aber auch ich vermochte nicht zu beten, brachte nur verworrene Worte hervor, deren ich mich schämte. Endlich reichte man mir ein Gebetbuch. Damit kniete ich nieder. Der Sterbende murmelte die Gebete nach und schien erquickt. Beim Weggehen mußte ich mich fragen: wie kommt es, daß wir Leute dieser Zeit, die wir sonst alles verstehen, nicht mehr zu beten verstehen, daß die Worte, die wir sonst so mühelos reden, uns im Herzen und Mund versiegen, sobald wir sie an Gott zu richten versuchen?" Kfeine Misstonszeitung. Die Berliner Gesellschaft z. B. d. L. u. d. I. führte in Posen 2, in Lzernowitz 4, in Berlin \\ Israeliten zur Taufe. Merkwürdig ist die Geschichte eines jüdischen Mädchens. Dasselbe kam aus einem galizischen Dorf nach der deutschen Reichshauptstadt. Auf Veranlassung ihres christlichen Bräutigams bat sie hier um Taufunterricht, während des letzteren erkannte sie die Notwendigkeit der Erlösung und gelangte zum vollen christlichen Glauben. Aber da machte der Bräutigam Einwände, da ihr Glaube sich mit seiner Oberflächlichkeit nicht vertrug. Es folgten harte Kämpfe. Endlich gab die Tochter Israels den sogenannten Lhristen um Ehristi willen auf: sie wollte an ihrer Seele nicht Schaden nehmen. Jetzt freute sie sich erst recht auf ihre Taufe. Von den Arbeitern der Gesellschaft trat pred. Sitzmann schon 9 Monate nach seiner Anstellung wieder aus. Einnahme q.6759, Ausgabe 3*50*M. — Der Leipziger ev.-luth. Lentralverein f. M. u. I. erhielt in dem Oberhessischen luth. Missionsverein ein neues Mitglied. Zum *o. Trinitatissonntag wurden 5959^ Flugblätter versandt. Der Verein fördert den Druck von I. Lichtensteins hebräischer Auslegung des N. T. und die Vortragsthätigkeit von Dr. I. Müller. Die ev. Gemeinde in Stanislau entwickelt sich unter pred. Zöckler immer mehr als Missionsgemeinde. Miss, Höhne trat Anfang April d. I. sein Amt in Przemysl an. Einnahme *7 553, Ausgabe *6 773 M. — Der wiener Missionar Kameras erhielt ein Schreiben von einem Juden in Sibirien, in welchem er gebeten wurde, den Absender und dessen Familie, im ganzen *0 Personen, brieflich zu taufen. Falls dies unmöglich wäre, wollte der Schreiber allein nach Wien kommen, um für sich und die Seinigen von K. die Taufe zu empfangen. Er wurde nun über das Wesen und die Bedeutung dieses Sakraments unterrichtet und an die evangelische Kirche Rußlands verwiesen. — In Stanislau erscheint die judenchristliche hebräische Zeitschrift Eduth le IisraeL in neuer Folge. Ihr Begründer, LH. Th. Lucky, nahm die Redaktion selbst wieder in die Hand. — Der Kisch in ew er Propst Faltin nahm *896 in sein

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