Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 53 (1897)
- Issue
- Heft 12
- Date
- 1897-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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9 6 Asyl 28 Israeliten auf. Er taufte *6, z. B. eine Lehrerin, die sofort nach dem Übertritt ihre Anstellung an einer jüdischen Schule verlor, aber später von der armenischlutherischen Gemeinde zu Schemacha an die dortige Kirchenschule berufen wurde, von den früher Getauften widmeten sich 8 dem predigt-- oder Missionsamt. — In der Waldenserkirche zu Florenz wurde eine Jüdin getauft, die großen Glaubensmut bewies, vor ihrem Übertritt besuchte sie trotz des heftigen Widerstandes ihrer ganzeil Familie beharrlich den ev. Gottesdienst und Religionsunterricht. Als sie nach der Taufe von ihren reichen Eltern verstoßen und enterbt wurde, tröstete sie sich mit den Verheißungen dessen, der arm wurde, um uns ewig reich zu machen. — Die Französische Gesellschaft z. E. I. berichtet von 4 Taufen, welche der seither aus ihrem Dienst wieder ausgeschiedene Miss. Anderson in Paris vollzog. P. Borloz in (Dran sucht nach Kor. 9, 20 durch Anschluß an die äußeren Bräuche des Judentums dem Lhristentum bahnzubrechen. Er beobachtet den Sabbat und die jüdischen Feste, nimmt am Gottesdienst in der Synagoge teil und hält das vorgeschriel ene Fasten. Manchmal drohte ihm Gefahr. Wie Borloz. so unterhielt auch Miss. Touff in Algier einen regen Missionsverkehr. Die Gesellschaft vereinnahmte 9760, verausgabte 6450 Frcs. — In dem bei der letzten Lambethkonferenz der anglikanischen Erzbischöfe und Bischöfe erlassenen Rundschreiben lesen wir: „Die Juden scheinen unsere Aufmerksamkeit in höherem Maße zu verdienen, als sie ihnen bisher zuteil wurde. Die Schwierigkeiten der Iudenmiision find sehr groß, aber die größte fließt aus der Gleichgültigkeit der Lhristen gegenüber der Pflicht, die Juden zu Ehristo zu führen. Sie sind des HErrn Blutsverwandte, und er befahl, ihnen zuerst das Evangelium zu predigen. Aber die Lhristen nehmen in der Regel an der Bekehrung der Heiden viel mehr Anteil. Die Bekehrung der Juden wird auch durch die harten Verfolgungen, denen die proselyten oft von ihrem eigenen Volk ausgesetzt werden, sehr gehindert. ,, Es ist manchmal notwendig, für ihren Schutz Sorge zu tragen, wenn sie sich aus Überzeugung an uns anschließen." wegen des starken Vorurteils, mit welchem die Juden auf proselyten blicken, tuirb die Anstellung von Iudenchristen und geborenen Lhristen in der Mission empfohlen. — Der *695 von der L. I.'M. gestiftete Frauenbund für Israel zählt jetzt 23 Zweigvereine und 900 Mitglieder. Seit dem April d. I. giebt er ein eigenes vierteljahrsblatt (Works of Faith & Labours of Love) heraus. — Die Britische Gesellschaft f. d. I. konnte ein zweites heim für alte Proselyten einrichten, da die Hochherzigkeit eines Freundes für diesen Zweck 359 £ spendete. Lin anderer gab 300 £ für die Mission statt eines Legats, von den im ganzen eingenommenen 8*48 £ wurden 6896 ausgegeben. Neben ihren englischen Arbeitsfeldern hatte die Gesellschaft 8 festländische. Die meisten Taufen kamen in Wilna (u) und Wien (\3) vor. — Aus Jerusalem „wird uns von einem heftigen Kampf der Juden gegen die L. I.-M. berichtet. Über die politische Lage äußert sich der Vorstand des Syrischen Waisenhauses wie folgt: „Trotz der Erschütterungen des türkisch-griechischen Krieges, der allerorten, auch in Palästina, drohte, den muhammedanischen Fanatismus in Hellen Flammen auflodern zu lassen (umsomehr als neulich ein bei den armenischen Massacres thätiger Pascha zum Gouverneur des heiligen Landes ernannt worden war), haben wir uns tu Jerusalem bisher eines ungestörten Friedens erfreuen dürfett und hoffen, unter Gottes Gnade auch fernerhin mitten unter dem Blitzen der Kriegsgewitter und der orientalischen wirren das Evangelium des Friedens treiben zu dürfen." Empfangsbescheinigung. Ejr. W.-E. Fr. P. A.-St. *,60. Hr. L.-Tr. 2. P. V.-I. 2.70. P. H.-B. 3. hr. w. M.-St. 5. Sup. D.-I. 7,64. P. M.-w. 7,66. Fabr. St.-R. u. Dr. B.-B. je *0. Missionsv. Gerlingen 20. Abon. in Gerl. u. Börtl. 32,50. Verein d. Freunde Israels in Lübeck 50. Verein d. Fr. P. £}. in Schweidnitz 60. Kollekten der Brüdergemeinen in Berlin 4,54, Gnadau 5, Potsdam **,*8 und Rixdorf 59,42. Koll. in St. Pauli zu Brandenburg 5,25, im Vereinsh. zu Potsdam 6,83. herzlichen Dank! Herausgeber: Prediger W. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße *3. Verlag: Goßnersche Missionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin. Iahresxreis: 80 Pf. Druck von I. rvindolff, Berlin S.W., Lharlottenstraße 88.