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Dibre Emeth · 1897-01-01 · Heft 11 · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
53 (1897)
Issue
Heft 11
Date
1897-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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86 aus Wkn herbeigeeilten Bruder bestürmt, sein Vorhaben aufzugeben und in die Heimat zurückzukehren, wo er eine angenehme Stellung erlangen werde. Doch zog der junge Mann das arbeitsreiche Leben, welches er jetzt führt, vor, um dem Befehle Lhristi zu folgen und sich öffentlich zu ihm zu bekennen. Lin früherer Schüler von Miss. Urbschat in Königsberg wurde in Rußland von Glaubensfeinden als Nihilist verklagt und gefangengesetzt. Weiteren Verfolgungen entging er durch die Flucht. Seine ältere Schwester folgte ihm in den neuen Bund und ließ sich kurz vor ihrem Tode taufen. Auch sein jüngerer Bruder äußerte schon den Wunsch, Lhrist zu werden. Lin Jerusalemer Missionszögling wurde auf der Straße von Fanatikern überfallen und geschlagen. Hierauf brachte man ihn auf seinen Vorschlag vor den türkischen Richter. Dieser entschied zu seinen Gunsten und forderte ihn auf, um Schadenersatz einzukommen, was der junge Mann jedoch ablehnte. Zu Mist. Flad seu. sagte einst ein Rabbiner: „Ls ist eine Thatfache, die niemand leugnen kann, daß das Lvangelium von ZLsu die ganze Welt erobert. Überall nimmt das Lhristentum zu, wogegen das Judentum abnimmt. Aber die Zeit kommt, wo Gott noch einmal die verhärteten Herzen des jüdischen Volkes bewegen und sich ihnen offenbaren wird." Diese Hoffnung teilen die christlichen Freunde Israels. Deshalb werden sie nicht müde, Mission zu treiben und so die neue Segenszeit vorzubereiten. Zu 1. Mose 32, 24 ff. wich. David Dernau, der ehemalige jüdische Lehrer zu Grünstadt in der Pfalz, welcher durch Di\ L). Dittmar, den Verfasser einer vielgelesenen Weltgeschichte, \8oo der Kirche zugeführt wurde und J868 als Vorsteher des Baseler Proselytenhauses üarb, befragte einst den Heidelberger Professor Lbelius wegen seiner von epileptischen Krämpfen heimgesuchten ältesten Tochter. Das Nebel wurde für hoffnungslos erklärt, und ein furchtbarer Anfall, der sich in Gegenwart des großen Klinikers einstellte, schien dessen Urteil zu bestätigen. In der folgenden Nacht rang der Vater der Unglücklichen mit der Verzweiflung, verfiel ihr aber nicht. Aus seinem zerrissenen Berzen drang endlich der Seufzer hervor: „lhErr IEsu, dennoch bist Du mein LjErr und HEiland." Als er sich so durch die Anfechtung hindurchgekämpft hatte, wurde ihm geholfen. Am andern Morgen war sein schwarzes Haar ergraut, aber sein Kind genesen. Die Anfälle kehrten nie wieder. Das angeblich unheilbare Leiden hatte der himmlische Arzt geheilt. Hemans Vertrauen auf den HLiland war fortan unerschütterlich. Bis in fein hohes Alter bewahrte er in allen Wechselfällen des Lebens die Ruhe und Festigkeit, die schon in jener Nacht seinen Gebetssieg besiegelt hatten. Zu NYil. 4, 5. Der Ev. Trostbund zu Berlin verbreitet eitle ergreifende predigt über das Themar „Der HErr ist nahe." Dieselbe ist ein Zeugnis der christlichen Gottergebenheit, die auch im schwersten Leide standhält. Sie wurde von Sup. Schawaller in Braunsberg am Advent ^896 gehalten, nachdem ihm im Lauf von noch nicht zwei wochetr feilte Ehefrau im A'ter von 29 Jahren und vier Söhne im Alter von 2, 4, 9 und \\ Jahren vorn HLrrn genommen worden waren. Es heißt hierin: „In den schwersten und dunkelsten Stunden (ich bete, daß niemand von euch solche Stunden durchkosten ntöge) habe ich des Herrn Stimme gehört: Folge mir nach! Sei stille und stark! Sei treu! Und wie auch mein Fleisch verzagt und mein Herz geblutet hat (und das Zagen und Bluten des sündigen Fleisches will und wird nicht aufhören), so habe

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