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Dibre Emeth · 1897-01-01 · Heft 9 · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
53 (1897)
Issue
Heft 9
Date
1897-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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n Zn Hak. 1, 16. Der Begründer des Dauses Rothschild in Frankfurt a. M. ließ einst einen seiner Angestellten in sein Arbeitszimmer rufen und fragte ihn: „wie lange Zeit haben Sie nötig, um exm Reise nach Amerika antreten zu können, wo unser Haus ein Zweiggeschäft errichten will?" Der Mann überlegte sich die Lache hin und her und sagte endlich: „In Tagen bin ich fertig." Rothschild entließ ihn, um gleich darauf einem andern die gleiche Frage vorzulegen. Der zweite antwortete: „Ich bitte um eine Frist von 3 Tagen." Jetzt wurde ein dritter, Julius May mit Namen, gerufen. Dieser erklärte kurz und bestimmt: „Ich bin sofort bereit." Der alte Rothschild hatte seinen Zweck erreicht. Er sagte: „Gutl Sehr gut! Sie sind von heute an Teilhaber unserer neuen Firma in San Francisco. Sie fahren morgen früh ab und stehen unserm dortigen Geschäfte vor." — Wieviel weniger solltest Du, mein Freund, Dich lange bedenken, alsbald zuzugreifen, wenn Gott Dir seine höchste Gabe, seinen Sohn, anbietetl Zu Hff. 13, 16 f. und 19, 20. Der Inspektor der Schleswig-Holsteinischen Missionsgesellschaft, Pastor Bahnsen, beobachtete *896 bei einer Reise durch Südindien die dort bei den Heiden übliche Verunstaltung des Leibes im Dienst der Religion. Im wischnutempel zu Tritschinapalli sah er an verschiedenen Stellen die Farbe»! bereiten, mit denen die Frommen Stirne oder Brust und Arme bestreichen. Er schreibt: „Man sieht kamn eine»» Menschen, der nicht seine Stirne »nit irgend eiuein Götzenzeichen verunziert hat. Bald ist es ein gelber, ein schwarzer, ein roter Punkt zwischen den Augen, bald ein senkrechter Strich die Stirne hinunter, bald 3 Querstriche auf der Stirn oder gabelförmige senkrechte Striche. Einige haben die ganze Brust »nit heiliger Asche beschmiert: sie meinen ganz besonders fromm zu sein." Bei den alten Römern bezeichnete »nan die Sklaven an der Stirne, die Soldaten an den fänden mit den Namen oder andern Zeichen ihrer Herren oder Führer. Aber auch die Diener eines Gottes waren an solchen Tätowierungen zu erkennen, z. B. die Bakchusdiener an eine»n Epheublatt. Statt des Namens der Gottheit benützte »nan auch eine die Buchstaben desselben verbergende Zahl. Gefährliche ZSücher. Auf de»n Marktplatz in Mogador standen mehrere Juden beisammen und ließen sich von eine»n Glaubensgenossen einen Abschnitt aus den „Alten Pfaden" vorlesen. Lin ungarischer Rabbiner, der vorüberging und kurze Zeit zuhörte, rief: „Dies Buch ist gerade so gefährlich wie das Neue Testa»nent. Wenn Ihr es noch länger leset, werdet Ihr bethört werden." „Aber," antwortete einer, „wir lesen das Neue Testainerrt hie und da, und sind doch noch nicht bethört worden." Jener schüttelte den Kopf und sagte: „Ich bin jetzt alt und habe weite Reisen gen»acht, aber nie habe ich einen Juden gefunden, der nach dem Lesen des Neuen Testaments nicht im Kerzen ein Ehrist wurde, wenn er auch noch die Synagoge besucht." Pie älteste öekannte Landkarte von Palästina ist der in der Nähe von Medba im Ostjordanlande in einer zerstörten Kirche aufgefundene Mosaikboden, »velcher das heilige Land darstellt. Der mit viereckigen bunten Steiuchen ausgelegte und viele Ortsna»nen in griechischer Sprache enthaltende Boden ist teilrveise zerstört, läßt aber doch noch den Jordan, das Tote Meer, die Hauptstädte und vieles andere deuilich erkennen. Die Karte ist zugleich ein Landschaftsgemälde. Die Ortschafte»» sind »nit Häusern bezeichnet. Man sieht eine Fähre auf den» Jordan und Fischer in derselben. Auf de»n Toten Meer schwimmt ein Segelboot. Hier und da erblickt »nan wilde Tiere. Ierusalein ist »nit einer kölnischen Säulenstraße durchschnitten. Das abgebildete Land erstreckt sich vo»n Ostjordangebiet bis ans Mittelländische Meer und nach Egypten hinein. Die Darstellung u»nfaßt auch die Arabische wüste und die Nil»»»ündu»ige»i. Für die Geographie sind die angegebenen Ortsna»nen besonders wichtig.

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