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Dibre Emeth · 1897-01-01 · Heft 5 · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
53 (1897)
Issue
Heft 5
Date
1897-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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36 mich wie Du und wo Du bist einst finden Ruh'. — Nun walte über mir, Gott Vater, Gott Sohn, Gott heiliger Geist. Amen." Gin anderes Blatt enthält das nachfolgende, am 26. Januar 1(830 ausgezeichnete Gebet: „Hoher und erhabener Gott, anbetungswürdige und allerheiligste Majestät, vor dessen Thron die Seraphim und Lherubim niederfallen und Dich mit tiefster Beugung anbeten I £> Herr, auch ich Arme unterwinde mich, zu Dir zu treten und vor Dir zu beten und Dir meinen herzlichen Dank zu bringen, obwohl ich nur Staub, Erde und Asche bin. Ach, Herr, ich bin viel zu gering aller Barmherzigkeit und Treue, die Du an mir die Zeit meines Lebens bewiesen. Lob, Preis und Anbetung sei Dir, dem dreieinigen Gott, Vater, Sohn und heiligen Geist, für alle die vielen großen Wohlthaten, womit Du mich die ganze Zeit meines Lebens hast gekrönet. Womit soll ich Dich wohl loben, mächtiger Herr Zebaoth? Sende mir dazu von oben Deines Geistes Rraft mein Gott u. f. f. Bald mit Lieben, bald mit Leiden kamst Du, Herr, mein Gott, zu mir, nur mein Herze zu bereiten, sich ganz zu ergeben Dir, daß mein gänzliches Verlangen mög' an Deinem Willen hangen. Tausend, tausendmal sei Dir, großer Rönig Dank dafür I Weil ich nun aus eigenen Rräften viel zu schwach bin, für alles zu danken und aufs künftige um alles zu bitten, darum, lieber Vater, bitte ich Dich um Deinen guten Geist, denn wer den nicht hat, der ist nicht Dein, und mein Erlöser, Jesus Lhristus, hat uns ja auch versichert, daß Du, lieber Vater, Ihn uns geben wollest, wenn wir Dich bitten. Ach, ich bitte Dich herzlich um dieses teure Geschenk. Ach, Vater, ich muß Ihn haben. Ach, gieb Ihn doch mir und allen denen, die Dich mit herzlichem Verlangen darum bitten. Ach, ich kann nicht ohne Ihn beten. Gr ist der Regierer meiner Zunge und Sinne, der Führer meiner Hände und Füße, mein Lehrmeister und Zurechtführer auf den vielen krummen Wegen und bei den vielen Hindernissen, die uns im Laufen aufhalten und uns alles schwer machen. Großer Gott, ich lege mich vor Deine Gnadenfüße in tiefster Demut und bitte um Vergebung aller meiner Sünden, deren so viele sind als Sand am Meer. Ach, verzeih' mir um Jesu Ghristi teuren Verdienstes willen. Ach, mein Gott, Du bist des Erbarmens noch nicht müde geworden. Ach, Du Vater, Du hast Recht, mich von Dir zu weisen, aber Du beutst mir noch immer Gnade und Vergebung an, um mich einst ewig glücklich und selig zu machen. Ach, nimm doch alles von mir hin, was uns einmal sollte scheiden. Ach, mache mich doch recht dankbar für alles, ja, für alles. Ich kann Dir aber in dieser Welt nicht genug danken, darum freue ich mich, daß wir eine Ewigkeit haben, wo wir Dich ohne Sünden immer und ewig für alles loben und preisen. Ach, nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin. Im Himmel soll es besser werden, wenn ich ein schöner Engel bin. Dann sing' ich Dir im höhern Lhor viel tausend Hallelujah vor. Amen." Unter den mütterlichen Gebeten wuchsen die Rinder heran. Diese Gebete bauten ihnen später eigene Häuser. Im Geist der Mutter

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