Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 53 (1897)
- Issue
- Heft 3
- Date
- 1897-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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23 den Fragen niedergelegt. Da er in seiner Eigenschaft als Ltadtbaumeister manche Örtlichkeiten der heiligen Stadt untersuchen konnte, welche Nichtmuhammedanern für gewöhnlich unzugänglich sind, und da er bei verschiedenen größeren Ausgrabungen in den letzten Jahrzehnten persönlich irgendwie beteiligt war, so liegt auf der Hand, daß sein Buch eine Fülle unschätzbarer Aufschlüsse enthält. Jeder Gelehrte, welcher fortan aus diesem Gebiet arbeitet, muß auf das Schick'sche Werk Rücksicht nehmen. Doch wird es sich sicherlich auch in andern Kreisen Freunde erwerben. In welchem Sinne Baurat Schick die zahlreichen Schwierigkeiten zu überwinden bemüht war, ersieht man aus der Einleitung zum zweiten Hauptteil. Er sagt hier <S. 56), solange eine Sache nicht mit den wörtlichen Angaben der Bibel, des Talmud oder des Iosephus im Einklang gewesen sei, habe er den Fehler nicht in den Texten, sondern bei sich und in seiner Kurzsichtigkeit gesucht. Die Auflösung einzelner Schwierigkeiten erforderte viele Jahre, wie unermüdlich der \822 geborene Forscher weiterstrebt, zeigt der dritte Teil. Wan findet hier das ältere Werk „Beil El wakdas" wieder, sieht aber überall die bessernde Hand, so daß dasselbe jetzt in einer neuen Bearbeitung vorliegt. Am Schluß des ganzen Buches (S. 3^3 ff.) werden drei von den ^.7 in den Text aufgenommenen Bildern und drei von den elf angehängten lithographierten Tafeln erläutert. Das beigegebene Register erleichtert den Gebrauch erheblich. Da der Verleger auf die beste Ausstattung des Werkes Bedacht genommen hat, beträgt der j)reis (5 Alk. Zum Nachdenken. Der rechte Schatz der Kirche ist das allerheiligste Evangelium der Herrlichkeit und Gnade Gottes. Man soll die Christen ermahnen, daß sie ihrem Herzog Christo durch Kreuz, Tod und Hölle nachzufolgen sich befleißigen und also mehr durch Trübsale als durch falschen Frieden ins Himmelreich einzugehen sich getrosten. (Luther.) 2. Ihr mögt alle eure Thüren verriegeln und alle Fenster schließen, wenn aber die Diebe auch nur ein kleines Kind ins Haus gebracht haben, welches die Riegel für sie wegschieben kann, so ist das Haus unbeschützt. Die ganze See außerhalb des Schiffes kann ihm keinen Schaden thun, bis das Wasser hineindringt und den Schiffsraum füllt. Unsere größte Gefahr kommt von innen. Alle Teufel in der Hölle und alle Versucher auf der Erde könnten uns keinen Schaden thun, wenn keine Verderbnis in unserer Natur wäre. Die Funken werden ohne Schaden fallen, wenn kein Zunder da ist. Herr, errette mich von diesem bösen Menschen: von mir selber! (Spurgeon.) 3. Jedermann sollte über den Irrtum erhaben sein, daß Leidenschaft Kraft sei, und daß hitzige Worte eine überzeugende Wirkung ausüben. Wer in eine Disputation hineingezogen wird, gebrauche harte Gründe, aber sehr sanfte Worte. Häufig lassen die Menschen sich nicht dadurch überzeugen, daß man an ihrem verstand zupft, sondern dadurch, daß man ihre Zuneigung gewinnt. (Derselbe.) Die Londoner Zudenmisston in JSertin 1896. Hausbesuche bei Israeliten wurden in Berlin und Umgegend, sowie an \8 andern Orten Nord- und Mitteldeutschlands gemacht. Gesamtzahl der Besuche: 55<*. Von öffentlichen und halböffentlichen Versammlungen sind 40 predigten, 40 Vorträge und 6 Bibelstunden zu verzeichnen. Am Jom Kippur fanden wieder 2 Predigtgottesdienste statt. Die merkwürdigste der Kirchen, in denen Missionspredigten gehalten wurden, war die durch das Ereignis vom November 4539 berühmt gewordene Nikolaikirche zu Spandau. Für die meisten Vorträge (28) stand auch *896 der Berliner