Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 53 (1897)
- Issue
- Heft 3
- Date
- 1897-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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2\ Brüdersaal zur Verfügung, der so den Mittelpunkt der öffentlichen Missionsthätigkeib bildete. Zu den Bibelstunden versammelte man sich im Hause des Missionars- Einzelne Israeliten wurden brieflich unterwiesen. Tausende erhielten eine gedruckte Belehrung über den weg des Heils. verkauft wurden im ganzen 2266,. verschenkt *0783 Traktate und Bücher. Außerdem gingen „Dibre Emeth" und- ,,Timotheus" an die regelmäßigen Leser mosaischen und christlichen Bekenntnisses ab. Erlös beim Schriftenverkauf: 398, 55 Mk. Einnahme für die beiden Zeitschriften: 476, *5 Mk. Aufs neue erschienen: „Der Messias" (3. Anfl.), „Das lebendige Brot" (2. Aufl.), „Eine Totenerweckung im *7. Jahrhundert" (2. Aufl.) Ferner wurden gedruckt: „Spaziergänge im Berliner Tiergarten" (Sonderabzug) und „Anmerkungen zu ausgewählten Stellen des N. T." Die heilige Taufe empfingen drei Glieder dev Synagoge: zwei Raufleute und eine mit einem Lhristen verheiratete Frau. Dev eine Getaufte war dadurch auf die Mission aufmerksam gemacht worden, daß fich der Missionar in einer Zeitungsanzeige bereit erklärt hatte, Israeliten in der christlichen Religion unentgeltlich zu unterrichten, von den übrigen Misstonsschülern stehen zwei noch im Unterricht, während andere leider wieder zurückgetreten sind- Bei unserer Weihnachtsfeier für unbemittelte Proselyten wurde im Glanz des Ehristbaums das jüngste Rind einer ehemaligen, *692 übergetretenen Schülerin getauft. Wir würden gerne die Verbindung mit allen Getauften aufrechthalten, wenn dieselben uns dies möglich machen wollten. Manche verlieren wir nur zu bald aus den Augen. Für persönliche und sachliche Hilfeleistung sei allen, die es angeht, auch an dieser Stelle Dank gesagt. Line besondere Freude war dem Berichterstattev das Zusammensein mit vier Missionsgeschwistern, die sich hier teils kürzere, teils längere Zeit für ihren Beruf ausbildeten. Die örtliche Missionskasse vereinnahmte an Einzel- und an Sammelgaben 544, 67 Mk. Zur Statistik. Bei der letzten Volkszählung hatte Preußen 3797*6 Juden gegen 372059 i. I» *890. Die Zunahme beträgt hier 20, 58 fürs Tausend, während sie bei den Protestanten 58, *8, bei den Ratholiken 72, 83 ausmacht. Die Juden bildeten 1/84 dev Gesamtbevölkerung. In Berlin wohnten 86*52, in Frankfurt a. M. *9488, in Breslau *8449, in Röln 7932, in Posen 58*0, in Hannover 4*5*, in Rönigsberg 4076, in Danzig 2474, in Altona 2209, in Raffel 2*99 Juden. — *895 traten 290 Juden zur preußischen Landeskirche über, während *2 Glieder der, letzteren jüdisch wurden. In Berlin kamen in demselben Jahr 99, in Breslau 42 Übertritte zur Landeskirche vor. In Wien wurden 1895 im ganzen 455 Juden getauft. — Die „A. Z. d. I." (*896, S. 605) ist der Ansicht daß „die Mission" ein großes Interesse daran habe, die Zahl der Juden in Palästina zu übertreiben. „Durch solche Ausstreuungen soll die Regierung auf das angebliche kolossale wachsen der jüdischen Bevölkerung aufmerksam gemacht werden, damit dieselbe den einzelnen Juden recht viel Unannehmlichkeiten bereite und sie so den Einflüsterungen der Mission geneigter mache." welche niedrige Gesinnung verrät dieser Satz! wir hätten es nicht für möglich gehalten, daß ein in der Hauptstadt des deutschen Reiches erscheinendes Organ des Judentums eine solche Verdächtigung aussprechen könnte. Die nicht von „der Mission", sondern von einzelnen Missionaren oder Reisenden verbreiteten hohen Zahlen stehen der Wahrheit vielleicht ebenso nahe wie die niedrigen jüdischer Blätter, d. h. die Wahrheit wird wohl in der Mitte liegen. Mit genauen statistischen Angaben kann man im Orient nicht rechnen. Empfangsbescheinigung. Br. S. L.-G. 0,80. Frl. B.-Br., P. em. B.-R., Frl. R.-Schr. je *. P. V.-I. 2,50. Pi W.-R., Sem'l. M.-A., Pr. B.-H. je 3. Fr. P. H.-Br., Hr. w. servIS. je 4. Schw. M.-H., Hr. R.-Gr. je 5. Frl. B.-Gn. 6. Frl. E. W.-A. *4 (*0 -s-2 + 2). Fr. Mus' Dir. M.-Br. 40,80. Miss. Fl.-R. 49,60. Herzl. Dank! Herausgeber: Prediger W. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße *3. Verlag: Goßnersche Missionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin. Iahrespreis: 60 Pf. Druck von 3. Windolff, Berlin S.W., «Lharloltenstraße 68.