Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 53 (1897)
- Issue
- Heft 3
- Date
- 1897-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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18 den Gliedern der Synagoge wirksam macht. Und auch in dieser Beziehung hat er nicht vergeblich gelebt. Von einer ausführlichen Darstellung der Geschichte F. U). Beckers dürfen wir absehen. In den Jahren (863 und (883 brachte dies Blatt bereits eine solche. Außerdem erschien (893 in den „D. E." eine Anzahl Briefe des Missionars, die ein Stück Selbstbiographis enthalten. Endlich kann sich jeder das (893 als No. (6 der Schriften des Berliner Instituturn Judaicum veröffentlichte Buch „F. W. Becker, eine Heldengestalt in der Iudenmifsion des (9. Jahrhunderts", leicht verschaffen. Nur eine Skizze des ungewöhnlichen Lebensgangss, mit welchem dies Buch bekannt macht, soll hier in der Form einer Inhaltsangabe des ersten Teils desselben einen Platz finden. Die Leser der Biographie werden zuerst in eine reformierte Handwerkerfamilie der kleinen westfälischen Stadt Berleburg eingeführt. Sie sehen den jüngsten Sohn dieses Hauses, der so gerne ein Pfarrer geworden wäre, an der Hobelbank und einige Jahre darauf in Laasphe und Elberfeld hinter dem Ladentisch stehen. In Elberfeld tritt aufs neue eine Wendung in seinem Leben ein. Auf den Rat seines geistlichen Vaters, des Pfarrers Döring, entschließt sich der fromme Jüngling, sich zu einem Missionar ausbilden zu lassen. Er wandert zu Fuß nach Berlin und wird in die Missionsschule des böhmischen Pfarrers Iänicke, Wilhelmstraße 29, ausgenommen. Jetzt gelangt durch Vermittlung des englischen Gesandten am preußischen Hof ein Ruf aus London an ihn. So siedelt er denn ins Britenreich über, um dort feine Studien zu vollenden. Als Missionar der Londoner Iudenmission trifft er am ersten Weihnachtstage (82( in Warschau ein, wo er bis (855 in vielseitiger Thätigkeit und reichem Segen wirken darf. Zuletzt begleitet der Verfasser mit seinen Lesern den von der russischen Regierung verbannten Prediger nach Hamburg und macht sie zu Zeugen des seligen Heimganges. Die in den „D. E." bereits nach ihrem Erscheinen angezeigte Schrift, welche dem Andenken des am 27. März (797 geborenen, am 2% Januar 1,863 entschlafenen Missionars geweiht ist, kostet im Buchhandel 80 pfg. Eine zweite Ausgabe (auf dünnem Papier) versendet der Herausgeber dieses Blattes für 50 Pfg. portofrei. Hundert Israeliten können von ihm während des Jahres (897 das fragliche Buch unentgeltlich erhalten. Man melde fich in Friedenau-Berlin, Hauffstraße (3. _ Fürst Alexander MKolajewitsch Galihin. Misfionar F. W. Becker berichtet in seinem Tagebuch unterm 9. September (822 von einer Audienz, die er mit seinem Amtsgenossen Eaul beim Fürsten Galitzin in Petersburg hatte. Er schreibt von dem hohen Herrn, daß derselbe sehr freundlich gewesen sei und den Besuchern gute Hoffnungen inbetreff Polens gemacht habe. Einen besonders tiefen Eindruck scheint ein bei dieser Gelegenheit von dem Fürsten ausgesprochener Wunsch hinterlassen zu haben. „Er empfahl