Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 53 (1897)
- Issue
- Heft 3
- Date
- 1897-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Ein Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels. Nr. 3. — 53. Jahrgang. — 1887. Inhalt: Ferdinand Wilhelm Becker. — Fürst Alexander Nikolajewitfch Galitstn. — Uber Abraham Schwarzenberg. — Beweggründe zur Missionsarbeit an Israel. — Lin neues Werk von Baurat Schick in Jerusalem. — Zum Nachdenken. — Die Londoner Iudenmisslon in Berlin J896. — Zur Statistik. — Empfangsbescheinigung. Ferdinand Wilhelm Decker. Zur Hundertjahrfeier feiner Geburt. Ein echter Christ, voll Glauben, voller Lieb': So stehst Du allezeit vor meinen Blicken. Du hörtest von dem Heile mit Entzücken. Alsbald erwachte dann in Dir der Trieb, Dem, welcher noch in Sündenferne blieb, Den weg zu bahnen und zu ban'n die Brücken, Damit auch ihn die Gnade könnt' beglücken, Daß sie auch ihn ins Buch des Lebens schrieb'. Dein Leben, das in Gott dem HErrn verborgen, Mit Lhristo Tag für Tag verbunden war, Zu reichem Segen ward's für weite Kreise. Das macht dereinst der Auferstehungsmorgen vor Engeln und vor Menschen offenbar, Dem Heiland, der von Juda kam, zum Preise. Der Aalender der Asterr.-Israelitischen Union für das Jahr 5657 j. Z. enthält einen Aufsatz von Dr. Ed. Mahler, in welchem behauptet wird, daß der Auszug der Israeliten aus Egypten am 27. März des Jahres 1(335 v. Ehr., einem Donnerstag, stattgefunden habe. Der 27. März wäre hiernach einer der denkwürdigsten Tage in der Geschichte Israels. Db die der Angabe Mahlers zu Grunde liegende Berechnung zuverlässig ist, kann bezweifelt werden. Dagegen steht fest, daß der 27. März im Jahre (7g7 chr. Z. eine Bedeutung für Israel erlangt hat. Er hat einem Mann die Pforten dieses Lebens geöffnet, welcher von Gott dazu berufen wurde, bei der Ausführung der Israeliten des 1(9- Jahrhunderts aus der sie niederbeugenden Geistesknechtschaft eine hervorragende Thätigkeit auszuüben. wenn einst die Weissagung Rom.!((, 26 ihre Erfüllung gefunden hat, wird das christgläubige Israel den vor (OO Jahren geborenen Missionsprediger unter seinen größten wo hlthätern aufzählen. Aber schon jetzt bezahlen viele Lebende und Entschlafene ihm ihren Dank und segnen ihn dafür, daß er ihnen Gottes weg gewiesen, daß er ihre Seele gerettet hat. Ferdinand Wilhelm Becker, der Heilsbote, den der Höchste den Aindern Israels sandte, hatte auch einen Auftrag an die Christenheit auszurichten. Er sollte diese an die Liebe erinnern, die sie Israel schuldig ist, an die Liebe, welche die Predigt des Evangeliums vor