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Dibre Emeth · 1897-01-01 · Heft 2 · page 5

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Journal
Dibre Emeth
Volume
53 (1897)
Issue
Heft 2
Date
1897-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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\3 Abgötterei im Papsttum sei. Vielweniger folget dieses, daß man Irrtum und Abgötterei stärken soll, so sie Gott geoffenbaret hat, sondern dieselbige Stärkung ist Lästerung wider den heiligen Geist und macht öffentlichen Unterschied der wahrhaftigen Airche Gottes und der Feinde Gottes, welche den heiligen Namen Airche schändlich mißbrauchen. Und ist gewißlich wahr, daß die Verfolger erkannter Wahrheit nicht Gottes Airche sind, sondern sind solche Leut, davon der Lohn Gottes spricht: „Ihr seid aus eurem Vater, dem Teufel". Wie die Lästerer, Verfolger und Mörder des Herrn Thristi nicht Gottes Air che gewesen sind, ob sie gleich im ordentlichen Regiment saßen, sondern die Zuhörer des Herrn Thristi sind die wahrhaftige Airche gewesen: also ist jetzund auch zu richten. Und haben die Päpstischen nach der jetzigen Offenbarung des Eoangelii keinen Behelf mit den Beispielen etlicher, die vor dieser Zeit in Irrtum gesteckt sind und dennoch für heilig geachtet. Ts sei mit denselbigen, wie es ist, so folget doch nicht, daß man erkannter Wahrheit widerstreben soll, sondern alle Menschen sind schuldig, Abgötterei zu siiehen, ob sie gleich zuvor viel hundert Jahr gestanden ist. Denn Gott hat dieses auch verkündigt, daß in der letzten Zeit viel Irrtum und Abgötterei durch diese einreißen werde, die sich rühmen, daß sie die höchsten Regenten der Airche, wie im Volk Israel Baaliten und hernach Pharisäer und Sadduzäer gewesen sind. (H558.) s9- Es ist in diesem elenden Leben für und für Zwietracht, aber es bleibt dennoch eine wahrhaftige christliche Airche, wie wir im Symbolum sprechen: „Ich glaube an eine heilige Airche." Darin sind viele Glieder, die den Lügen und dem unnötigen, gesuchten Gezänk feind sind und christlich richten. Dabei lass' ich's bleiben und bitte den allmächtigen Sohn Gottes, Jesum Thristum, der sich gewiß eine ewige Airche durchs Evangelium sammelt, er wolle mich gnädiglich regieren, daß ich seliglich lehre und arbeite. Amen. (J559.) 20. All meine Arankheit thut mir nicht so wehe als der große Jammer und das Elend der heiligen christlichen Airchen, welches aus unnötiger Trennung*), Bosheit und Mutwillen derer, die sich aus unmenschlichem Neid und Haß wider uns ohne billige Ursach abgesondert haben, entsteht. Und können die unsinnigen Leute nicht ruhen, müssen noch praktizieren und Ursach geben, daß des Elends und Jammers nur mehr wird, denn sie schonen niemandes. Aber Gott wird den großen Mutwillen strafen, das werdet ihr erfahren, und wir werden mit gestrafft werden, doch wird unsere Strafe eine väterliche sein. Mich jammert und erbarmet nur des armen Volks, daß es so jämmerlich soll verführet werden. (J8. April J560.) 2\. Was mich betrifft, so bin ich mir bewußt, stets im Einverständnis mit der wahren, allgemeinen Airche,, Gottes zu lehren. Eher sollte die Erde mich verschlingen oder der Ätna über mir Zusammenstürzen, als daß ich in eine Entstellung der himmlischen Lehre *) In einem Brief an Büllinger vom Jahre führt Melanchthon folgendes Wort des Basilius an: „Die Linke bedarf nicht mehr der Rechten, als die Kirche der Einigkeit."

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