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Dibre Emeth · 1897-01-01 · Heft 1 · page 6

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Journal
Dibre Emeth
Volume
53 (1897)
Issue
Heft 1
Date
1897-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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6 einfältige, ungelehrte und wenige Personen in die) Welt geschickt, die Wahrheit zu verkündigen, und ihnen' allein die größte Weisheit geoffenbart, welche er vor den Großen, Hohen, Alugen und weisen verborgen hat. (J52{.) 6. Gott will, daß man nur seinen Lohn höre. Nur durch den Glauben an Thristum werden wir gerecht, nicht durch eigenes Verdienst oder durch dasjenige eines Priesters. Die Messe, die Gelübde, das Mönchtum, der Zölibat verdunkeln Ghristi Werk: die heilige Schrift weiß nichts davon. Arm, nackt, verfolgt geht Thristus einher. Gr klagt über die Wut der Päpste und die Grausamkeit der Aönige. Gr fleht, daß die Glieder seines Leibes nicht zerrissen werden, sondern daß seine Gemeinde bewahrt, sein Gvangelium gepriesen und gepredigt werde. Ihn zu erkennen, ihn aufzunehmen, ihn zu pflegen, das ist der Beruf eines christlichen Fürsten*) und der Gott angenehmste Dienst. (^539.) 7. wir wissen die öffentliche göttliche Wahrheit, ohne welche die Airche Ghristi nicht kann sein oder bleiben, und das ewig heilige Wort des Gvangelii nicht zu verleugnen oder zu verwerfen. Derhalben, so wir um des Herrn Ghristi und um dieser allerhöchsten, wichtigsten Sache willen, an welcher der ganze heilige, christliche Glaube und die ganze christliche Airche gelegen sind, noch größeren widerstand, Gefahr oder Verfolgung erwarten oder ausstehen sollen, wollen wir in so ganz göttlicher, rechter Sache gern leiden, wir vertrösten uns des gänzlich, sinds auch gewiß, daß der heiligen, göttlichen Majestät im Fimmel und unserm lieben Heiland Jesu Ghristo dieses wohlgefällt. Nach dieser Zeit werden Leute sein, die gar viel anders und mit mehr Treue von diesen Sachen urteilen werden. Denn es können die Widersacher selbst nicht verneinen noch leugnen, daß viele und die höchsten, nötigsten Artikel der christlichen Lehre, ohn welche die christliche Airche samt der ganzen christlichen Lehre und Namen würde vergessen werden und untergehen, durch die Unfern wieder an den Tag gebracht sind. Darum wollen wir, so die erkannte, Helle Wahrheit je mit Füßen getreten wird, diese Sache Ghristo und Gott im Fimmel befehlen, der der Waisen und Witwen Vater und aller Verlassenen Richter ist. Der wird, das wissen wir fürwahr, diese Sache urteilen und recht richten. Und du, Herr Jesu Lhrist, dein heiliges Gvangelium, deine Sache ist es. wollest ansehen so manch betrübt Herz und Gewissen und deine Airche und Häuflein, die vom Teufel Angst und Not leiden, erhalten und stärken deine Wahrheit. Mache zu Schanden alle Heuchelei und Lüge und gieb also Frieden und Einigkeit, daß deine Ghre fürgehe und dein Reich wider alle Pforten der Hölle kräftig ohn' Unterlaß „wachse und zunehme I (\530.) 8. wenn ein Gewissen recht seine Sünde und Jammer fühlt, so ist aller Scherz, so sind alle Spielgedanken aus und ist eitel großer, rechter Grnst. Da läßt sichrem Herz stillen, noch zufriedenstellen, sucht allerlei Werke und aber Werke und wollt' gern Gewißheit, *) Aus einem Schreiben an König Heinrich VIII. von England.

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