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Dibre Emeth · 1896-01-01 · 12 (1896) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
52 (1896)
Issue
12 (1896)
Date
1896-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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..94 <£s fommmt nicht darauf an, vor Menschen etwas zu gelten, sondern darauf, vor Gott zu bestehen. Gewinn ist alles das, was am Gerichtstag sicherstellt, d. h. im Grunde nur eins: die Gemeinschaft mit Jesu Ehristo. Haben wir ihn, so haben wir in Ewigkeit genug. Schaden ist alles, was uns von ihm fernhält, Haben wir ihn, so verliert daneben alles andere Haben oder Nichthaben feine entscheidende Bedeutung, so können wir tragen, was sonst unerträglich ist: den Verlust der Gesundheit, des Vermögens, der Stellung u. s. w. (Lhristum gewinnen heißt alles gewinnen, (Lhristum behalten heißt nichts verlieren. Dagegen verliert der alles, der alles gewinnt und (Lhristum verliert. Jeder äußere Gewinn ist viel, viel zu teuer bezahlt, wenn wir das höchste Gut, das Eine Notwendige, nicht erlangen. Was kann man thun, um die verlorene Gotteshuld nüederzufinden und aus der Sündenschuld herauszukommen? Der Vorsatz, es in Zukunft besser zu machen, wird durch die Gewalt der Sünde gelähmt. Von der Sünde aber kann uns kein Opfer, das wir darbringen, befreien. Wie groß müßte die Summe fein, durch die wir vor Gott auch nur von Einer Sünde uns loskaufen könnten? Solche Opfer gefallen überdies Gott nicht. Und find wir bereit, die verdienten Strafen zu leiden: wer kann tragen, was er verdient hat? Selbst wenn wir unser Leben hingeben wollten, wäre damit die Schuld nicht bezahlt. Auch will Gott nicht den Tod des Sünders. Ebensowenig kann ein Mensch für den andern vor Gott eintreten, weil keiner ohne eigene Schuld ist. Nichts, garnichts kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder löse. Aber dem, der bekennt: „Alles verloren!" ist die Hilfe nahe. Hebe Deine Augen auf zum Areuze Zeful Da hängt Gottes Lamm, auf dem die Strafe lag, damit Du Frieden hättest. Du brauchst Dich nicht zu ängstigen, woher Du nehmen sollst, was Deine Seele lösen kann: Er hat sie erlöst mit seinem Blut. Za, nachdem Gott ihn für Dich dahingegeben, sollst Du garnicht mehr versuchen, aus eigenem Vermögen Deine Schuld zu bezahlen. Nur durch Vergebung um Ehristi willen kann und soll hinfort Sünde und Schuld getilgt werden. Daß alles ohne ihn verloren ist, hat Dir Gottes Gnade nur gezeigt, damit Du Deine Hoffnung ganz auf ihn fetzest, ihn im Glauben ergreifest als Deine Gerechtigkeit und Deinen Frieden. Das kannst Du thun. O, thue das! (Nach j). Aoopmann.) Zu 1. Him. 2, 1. General Gordon, der Held von Khartum, sagte: Ich bete immer für die Leute, zu denen ich komme. Das giebt mir wunderbaren Einfluß und Kraft, wenn ich zum erstenmal zu einem Häuptling gehe, für den ich vorher gebetet habe, so ist es, wie wenn schon eine Verbindung zwischen uns angeknüpft wäre. Ich habe eigentlich so gut wie keine Truppen bei mir, aber ich habe den Herrn Zebaoth. Auf ihn traue ich am liebsten und nicht auf Menschen. Daß ich solches vertrauen auf ihn habe, ist ja auch seine Gnade allein." So sollten auch die Freunde und die Berufsarbeiter der Iudenmission vor jedem Besuch, den sie einem Israeliten abstatten, für diesen zu Gott beten. Sie würden dann ohne Zweifel ebenso gesegnet werden wie der fromme General. __

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