Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 52 (1896)
- Issue
- 12 (1896)
- Date
- 1896-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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- Tunis 1× ep/1048155
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93 Testament viele herrliche Dinge gefunden habe und daß er es besser verstehe als manche jüdische Bücher. Lin früherer Gegner des Neuen Testaments thut jetzt alles, was in seiner Araft steht, um es zu verbreiten. In Tunis wurde eine verheiratete Jüdin durch eine merkwürdige Gebetserhörung zum Glauben an Iesum gebracht. Sie verbarg ihre Überzeugung weder vor ihrem Gatten noch vor andern Verwandten. Auf ihre Bitte begann Missionar Flad jun., ste auf die Taufe vorzubereiten. Sie lernte mit großem Eifer und verwertete die erworbenen biblischen Kenntnisse in Gesprächen mit Frauen und Männern ihrer Bekanntschaft. Leider mußte sie ihren Gatten an einen andern Ort begleiten, doch stehen ihre christlichen Freunde mit ihr in regelmäßigem Briefwechsel, und ihr Glaube ist nicht erschüttert worden. Der Schluß des Berichts macht auf die Bedeutung der gegenwärtigen weltbewegenden Ereignisse im Orient aufmerksam. Sie sind ein Zeichen, daß des HErrn Tag nahe ist. Wenn aber der HErr, um dessen Erscheinen wir beten, kommen wird, so wird er in Herrlichkeit herrschen auf dem Berge Zion und in Jerusalem und vor seinen Altesten. Eine doppelie Gewinn- und Verlustberechnung. Der Vers Matth. s6, 26 enthält zwei Fragen, auf welche die gleiche Antwort zu geben ist. Mas hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme Schaden an seiner Seele? Nichts. Mas kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder löse? Nichts. Die zwei Fragen legen aber noch zwei andere nahe, und auch auf diese lautet die Antwort gleich. Mer Hilst zu einem Gewinn für die Seele, den der Verlust der ganzen Melt nicht rauben kann? Jesus Lhristus. Mer kann geben, was die Seele aus dem Schaden, den ste in und von der Melt erlitten hat, wieder löse? Jesus Lhristus. So handelt der Vers von falschem und wahrem Gewinn, von scheinbarem und wirklichem Verlust. Auf der einen Seite steht: Alles gewonnen und doch alles verloren; auf der andern: Alles verloren und doch alles gewonnen. Die meisten Menschen möchten am liebsten die ganze Melt gewinnen. Line Großmacht auf Lrden ist das Geld und darum der Gewinn von Geld das erste Ziel der großen Masse. Auch die Bildung ist eine Macht: darum streben viele nach dem Gewinn umfassenden Wissens. Mann hat einer genug vom Gelds oder vom Missen? Während dem Menschen alles als Gewinn erscheint, wodurch er auf Lrden etwas wird oder zu einer Bedeutung gelangt, betrachtet er als Verlust alles, wodurch er seinen Linstuß in der Gesellschaft verliert und am Genuß des Lebens gehindert wird. Man fürchtet nichts so sehr als krank oder arm zu werden, über die Achsel angesehen zu werden und nichts mehr mitmachen zu können. O, denke anders über Gewinn und Verlust, mein Freund I Rechne damit, daß dem Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben und vor dem höchsten Gericht zu erscheinen! Rechne mit der Ewigkeit I