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Dibre Emeth · 1896-01-01 · 12 (1896) · page 3

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Journal
Dibre Emeth
Volume
52 (1896)
Issue
12 (1896)
Date
1896-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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9\ wußte ich, wie viel Segen der Airche durch Iudenchristen zu teil geworden ist, und wie viel Segen wir noch erwarten können. Wer sollte diese Auserwählten aufsuchen und zu Dienern unseres Herrn machen? hier wartete also auf mich eine Arbeit, zu der die Stimme Gottes mich berief. Abreden fehlten natürlich nicht. „Warum," sagte man mir, „soll man sich mit der Bekehrung der Juden beschäftigen, während so viele Engländer als Heiden leben?" Aber diese Leute sind Heiden, nicht weil sie nicht hören können, sondern weil sie nicht hören wollen, während viele Juden keine Gelegenheit haben, zu hören. Andere fragten mich: „Wenn Du durchaus zu einem andern Volk gehen mußt, warum kannst Du dann nicht ebensogut zu den ungebildeten, rohen Heiden in Afrika oder auf den Inseln der Südsee gehen?" Aber ich wollte nicht die Eivilisation, sondern den Heiland verkündigen, den alle Menschen, Juden eb.nsowohl als Heiden, brauchen. Schon waren viele zu den Heiden gezogen, doch die Juden blieben vergessen. Der Ausführung meiner Entschlusses stellten sich mancherlei Schwierigkeiten entgegen. Ich hatte oft Gelegenheit, Selbstverleugnung zu üben. Aber zuletzt erreichte ich nach der guten Hand meines Gottes über mir das Ziel, heute bin ich ein Botschafter an Lhristi Statt, denn Gott vermahnet durch uns. So bitten wir nun an Ehrist Statt: „Lasset euch versöhnen mit Gott! Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt." I. h. A. Aus dem 88. Jahresbericht der £ I.--M. (Schluß.) Wenden wir uns Asien zu, so können wir auch hier nur eine kleine Blütenlese aus den reichen Darbietungen des Berichts veranstalten. Ein interessantes Gespräch führte Aolporteur Paulo in Smyrna mit einem Besucher der Missionsgottesdienste. Der Jude wollte nur im Geheimen mit dem Ehristen reden. Als beide einen geeigneten Ort aufgesucht hatten, fragte er: „Ist es wirklich wahr, daß der Messias schon gekommen ist?" Paulo antwortete: „Warum fragen Sie mich? Forschen Sie im Gesetz, in den Propheten und Psalmen, dann werden Sie es erfahren und sich selbst davon überzeugen." Als jener klagte, er verstehe die Bibel nicht, erklärte ihm der Aolporteur mehrere messianische Stellen. Da rief der Jude: „Wenn das alles wahr ist, warum glauben denn unsere Weisen nicht, warum bekämpfen sie die christliche Religion als eine falsche?" „Wegen ihrer herzenshärtigkeit, und weil sie sich unter Gottes Hand nicht erniedrigen und Buße thun wollen." „Was muß ich denn thun, um meine Seele zu retten?" „Nichts anderes als von ganzemherzen an Iesum, den Messias, glauben." Nach einer weiteren Auseinandersetzung über die Araft des Todes Jesu wurde der Ehrist von dem Juden mit der Bemerkung unterbrochen: „Ich muß mit einem Rabbiner über alle diese Dinge reden und hören, was er dazu sagt." Aber Paulo erwiderte: „Wie kann

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