Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 52 (1896)
- Issue
- 11 (1896)
- Date
- 1896-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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86 des jüngeren Geschlechts. Daneben werden der Antisemitismus und die Leugnung christlicher Grundwahrheiten durch Pastoren und Professoren der Theologie als Hemmungen der Mission bezeichnet. Missionar Flad in Kornthal, der auch als Emeritus noch fleißig an der Arbeit ist, hatte besondere Freunde an einer \87ty, bezw. \882 getauften jüdischen Familie. Die Glieder derselben mußten infolge des Übertritts zum Thristentum viel Schweres erdulden, durften es aber erfahren, daß niemand zu Schanden wird, der auf den HErrn wartet. Missionar Bachert in Hamburg erzählt von einem greisen Israeliten, dessen Bruder vor vielen Jahren getauft wurde, daß er auf dem Sterbebett Thristum als den Anker seiner Hoffnung gepriesen habe. Unter den Schülern von Missionar Urbschat in Danzig befand sich der Sohn eines Rabbiners. Derselbe war von seinem Vater für den gleichen Beruf bestimmt worden, hatte sich aber zum Evangelium hingezogen gefühlt und deshalb um Taufunterricht gebeten. Die Mifsionsthätigkeit in Rumänien litt etwas unter dem schwankenden Gesundheitszustand von Missionar Mühlenbruch. Auch auf diesem Arbeitsfeld thun die „Alten Pfade" immer noch gute Dienste. Ein Rabbiner in Turn Severin wurde durch die jüdisch-spanische Ausgabe des berühmten Werkes zum Suchen der Wahrheit angeregt. Der Leiter einer jüdischen Gesellschaft bat den Missionar um seine Hilfe zur Begründung einer Kolonie im heiligen Lande, die unter den Schutz der L. I.-M. gestellt werden sollte, während aus Rustschuk aufs neue ein Gesuch um Einrichtung einer Missionsschule für Knaben eintraf. Beim Schriftenverkauf wurden j(053 Mk. eingenommen. Ein Kolporteur verkaufte vor 3 Jahren ein Neues Testament an einen Mann, dessen Gattin mit diesem Erwerb durchaus nicht einverstanden war. Die Frau wollte das Buch aus dem Hause werfen, ließ sich aber von ihrem Mann sagen, daß sie es lesen müsse, ehe sie es beurteilen könne. Als sie nun anfing zu lesen, fesselte das Buch sie mehr und mehr. Sie fand endlich die in Jesu geoffenbarte Wahrheit. Jetzt begehren alle Glieder der Familie die Taufe. (Schluß folgt.) Zu Ns. 19, 2 ff. Ich habe die Tiere betrachtet, die sich auf die Pflanzenwelt stützen. Die Pflanzen wurzeln im Erdboden. Die Erde wird vom weltkreise getragen und kreist in unerschütterlichem Lauf um die Sonne, welche das Leben auf ihr vermittelt. Die Sonne endlich dreht sich um ihre eigene Achse und wird mit den übrigen Sonnensystemen im weltrauin in schwebender Bewegung gehalten von der unbegreiflichen ersten Ursache, dem Wesen aller Wesen, dem Urheber aller Wirkungen, dem Baumeister, Erhalter und Regierer des Weltalls, wer dies Wesen Weltregierer nennt, irrt nicht, denn von ihm hängt alles ab. wer es Erzeuger (uatni'uns) nennt, irrt nicht, denn aus ihm ist alles entstanden (uutui-u). wer es Vorsehung nennt, der nennt es recht, denn nach seinem Ratschluß entfaltet die Welt ihre Thätigkeit. Es fühlt, sieht, hört, belebt und beseelt alles. Ls ist alles in allem. Dies Wesen, ohne welches nichts ist, ist ewig, unermeßlich, nicht gezeugt, nicht geschaffen. Es ist in seiner Majestät nur geistig zu schauen. Diesen einen, ewigen, unendlichen, allwissenden Gott habe ich, aufmerksam lauschend, einherschreiten sehen und bin von Staunen überwältigt. Ich habe einige Spuren seiner Schritte durch die geschaffene Welt erkannt, und in ihnen allen, auch in dem Kleinsten, welches fast den Sinnen entschwindet, welch' eine Fülle von Kraft und Weisheit und unergründlicher vollkonnnenheit! (K. v. Linnä im „Systema naturae“.)