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Dibre Emeth · 1896-01-01 · 11 (1896) · page 4

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Journal
Dibre Emeth
Volume
52 (1896)
Issue
11 (1896)
Date
1896-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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_8H lich zu kennen. Als man ihn aber auf \. Mose \0; Ies. 9, \2, \0; 53; 6\; Pf. 2, 6; HO, 6. 7; hes. ^3, 7 und Dan. 9 hinwies, bekannte er, er habe diese Stellen übersehen. Seither las er verschiedene christliche Schriften. Jetzt ist er ein regelmäßiger Besucher des christlichen Gottesdienstes. Liner jungen Jüdin daselbst drängte die Vergleichung der prophetischen Aussprüche mit dem Neuen Testament den Ruf Agrippas II. (Apg. 26, ,28) auf die Lippen. Aber die Erkrankung ihrer Mutter hielt sie vom Übertritt zurück. Lin Jude suchte durch ein Zeitungsinserat mit einem christlichen Prediger bekannt zu werden, um ihm seine religiösen Bedenken vorzulegen, hierauf meldete sich Miss. Lppstein in Bristol. Der Mann, ein Freidenker, erschien persönlich zu einer Unterredung, die mit Gebet endete. Später bat er brieflich um Traktate und eine Bibel. Lr ist augenscheinlich bemüht, die Wahrheit zu finden. Zn Liverpool ließ sich ein jüdischer Nihilist aus Rußland in der christlichen Religion unterweisen. Nach mehreren Unterrichtsstunden sagte er: „D, wie glücklich könnte ich sein, wenn ich von dem Dasein eines wirklichen, persönlichen und liebenden Gottes überzeugt werden und an dasselbe glauben könnte I" Lin 70jähriger Mitschüler des Mannes erklärte: „Ich wünsche, ich könnte an Thristum glauben. Meine einzige Schwierigkeit besteht darin, daß ein Jude durch den Übertritt zum Lhristentum zur Auflösung unserer alten Rasse beiträgt, die doch nach dem Alten und Neuen Testament so lange bestehen soll wie Sonne und Mond, ja, die den endlichen Sturz aller ihrer Feinde überleben foll." Auswanderer wiesen ihre Glaubensgenossen, die sie vor Miss, priestly warnten, mit den Worten zurück: „Wir sind alt genug, um für uns selbst zu sorgen. Dieser Mann hat für uns mehr gethan als Ihr alle, indem er mit uns redete, uns unterrichtete und ermutigte. Außerdem redet er über unsere Thora, unfern Messias, unfern Gott." Manche von diesen Leuten kauften sich trotz ihrer Armut Traktate oder Neue Testamente. Lin jüdischer Reiseprediger machte in Manchester einem Missionar gegenüber das Lhristentum für alle Judenverfolgungen verantwortlich. Da zeigte ihm der Lhrist aufgrund einer Anzahl Bibelstellen die wunderbare Übereinstimmung zwischen dem Alten und dem Neuen Testament und nötigte ihn zu dem Geständnis, daß die Sünden der Namenschristen dem Lhristentum nicht angerechnet werden dürfen. Lin dortiger Jude wünschte bei der Unterredung von Missionaren mit seinem gelehrten Nachbar zugegen zu sein, um zu erfahren, auf welcher Seite sich die Wahrheit finde. In Leeds bekannte einer: „Wir Juden sind den Missionaren Dank schuldig. Würden sie den Lhristen nicht sagen, daß ihr ^eil von den Juden kommt, so wären wir noch mehr gehaßt worden, als das jetzt der Fall ist." Line arme Jüdin in Birmingham wurde durch die Geschichte von der Areuzigung Lhristi zu Thränen gerührt. Lin russischer Jude in Hüll, welcher 20 Jahre in der russischen Armee gedient und in der griechischen Airche die Zwangstaufe erhalten hat, ließ sich durch Prediger Arönig bewegen, das Neue Testament zu lesen. Dies führte ihn zu tieferem Nachdenken. Als sein Sohn in die britische Marine eintrat, brachte er ihn zu Arönig und bat diesen, den jungen

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