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Dibre Emeth · 1896-01-01 · 10 (1896) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
52 (1896)
Issue
10 (1896)
Date
1896-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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_79_ M Zoß. 5, 22 f. Der römische Kaiser Theodosius (f 395 n. Chr.) duldete die Verbreitung der Arianischen Irrlehren in seinem Reich. Als er nun seinen Sohn Arkadius zum Mitregenten ernannt und befohlen hatte, diesen zu ehren wie ihn selbst, begab sich der fromme Bischof Amphilochius mit andern Bischöfen an den Hof. verneigte sich vor Theodosius tief, ging aber an Arkadius ohne ein Zeichen der Unterwürfigkeit vorüber. Der Kaiser ließ ihn zurückrufen und verlangte von ihm, er solle des Thronerben nicht vergessen. Der Bischof aber antwortete: „Ls ist genug, den Vater geebrt zu haben. Ich frage nichts nach seinem Sohne." Zornig rief der Kaiser: „willst Du allein in meinem Reich eine Meuterei machen und mich deswegen tadeln, daß ich sorge, wie nach meinem Tode die Regierung möge bestellt und mein Land versorgt sein?" Da gab Amphilochius dem Kaiser folgendes zu bedenken: „Kann es Luch verdrießen, wenn man Lures Sohnes nicht achtel: was wird der große himmlische Kaiser dazu sagen, wenn man seinen Sohn unter Eurem Schuhe geringschätzt und ihn nicht ehren will, wie man den Vater ehrt, da es doch der Herr Jesus in Seinem Namen selbst geboten hat?" Theodosius nahm diesen Wink zu Kerzen und verbot die weitere Verbreitung des Arianismus. Die Versteigerung einer Wenschenseeke. Der englische Prediger Rowland Hill wurde bei einer predigt, die er in der Nähe von London im Freien hielt, durch das Erscheinen einer vornehmen, weltlich gesinnten Dame unterbrochen. „Sie soll nicht umsonst mein Gast sein," dachte er. Dann nahm er seine Rede mit folgenden Worten wieder auf, indem er auf die Neuangekommene, eine Gräfin Huntington, hindeutete: „Ich will jetzt eine Versteigerung vornehmen. Ich habe hier eine Seele zu verkaufen, wer bietet dafür? Ich sehe schon, es fehlt mir nicht an Kauflustigen. Hier kommt die Welt daher und bietet den lockenden Zauber ihrer Schätze, ihrer Pracht und Herrlichkeit, den verführerischen Taumelbecher ihrer Sinnengenüsse. Aber du kannst sie nicht bezahlen, Welt. Sie ist ein Kleinod von unendlich höherem wert als alles, was du bieten kannst. Ist nicht ein anderer Bewerber da? Dort sehe ich den Teufel aufstehen. Und was bietest du? „Ich gebe ihr alle Reiche der Welt, so sie niederfällt und mich anbetct." Auch du kannst sie nicht haben, Teufel. Dein Angebot ist viel zu gering. Denn diese Seele ist selbst ein Schatz, der alle Reiche der Welt, ja, Fimmel und Erde an wert übertrifft und überdauert. Ist nicht noch ein anderer Liebhaber da?" Jetzt bückte sich der Prediger, als sehe er der Ankunft eines großen Herrn entgegen. Dann fuhr er fort: „G ja! Ich sehe einen kommen. Ls ist der König der Könige, obwohl er mit Dornen gekrönt ist und unter der Last des Kreuzes seufzt. Und was bietest du? „Ich kaufe sie los von den Sünden mit meinem am Kreuz vergossenen Blut. Ich biete ihr das Reich der Gnaden hier, das Reich der Herrlichkeit dort." Du sollst ste haben, 0 Jesus. Du bist der Meistbietende. Denn du bietest das Kleinod, dem kein Kleinod gleicht. Nimm sie hin und behalte ste auf ewig!" Hill wandte sich hierauf direkt an die neue Zuhörerin und sagte: „Gnädige Frau, ich habe soeben Ihre Seele an den Herrn Iesum verkauft. Lr giebt einen unschätzbaren Kaufpreis für sie. Sagen Sie Ja dazu und feien Sie ihm getreu bis in den Tod. so werden Sie einst die Krone des Lebens aus seinen fänden empfangen!" Die bisherige Weltdame vermochte dem prophetischen Geist, der ihr in Hill entgegentrat, nicht zu widerstehen. Sie willigte ein,^und der Kauf blieb fest. Sie diente fortan auch mit ihrem Vermögen der Ehre Gottes. Zum Nachdenken. \, In Christo kann man alles haben. Du seiest, wer und wie du bist, komm nur getrost zu ihm! Christus ist uns alles, willst du deine Wunden geheilt haben? Lr ist dein Arzt. Bist du von Sünden beschwert? Lr ist deine Gerechtigkeit. Brauchst du Hilfe? Lr ist deine Kraft. Fürchtest du den Tod?ULr ist'dein Leben. Verlangst du den Fimmel? Lr ist dein weg dahin. Willst du aus der Finsternis heraus? Lr ist dein Licht. Suchst du Speise? Lr ist deine Nahrung. '(Ambrosius.)

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