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Dibre Emeth · 1896-01-01 · 7 (1896) · page 7

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Journal
Dibre Emeth
Volume
52 (1896)
Issue
7 (1896)
Date
1896-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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55 Tafel in der Westminster Abtei, die den Wcsleys zu Ehren errichtet worden ist. Ihre Inschrift lautet: „Gott begräbt seine Arbeiter, führt aber seine Arbeit fort." Die Arbeit unter den Juden soll nach Taylor vor allem darin bestehen, daß ihnen das Neue Testament gebracht wird, Hier erfahren sie genau, was unter Lhristentum zu verstehen ist. Das ganze Buch handelt vom Stifter desselben. Den Redner führte einmal eine Eisenbahnfahrt in Dänemark mit einem jüdischen Bankier zusammen. Taylor hatte während der Reise sein Neues Testament in der Hand. Auf die Bemerkung des Juden: „Sie scheinen fleißig zu studieren" — antwortete er: „Ja. Ich lese eins der Bücher, für die ich Ihrer Rasse Dank schuldig bin. Es ist das Neue Testament mit dem Psalter. Alles Glück auf Erden und die selige Hoffnung auf die Ewigkeit werden mir von diesen heiligen Worten vermittelt, Hier sind die Worte Davids, Ihres inspirierten psalmisten, die Worte des Matthäus, Markus u. s. w., der Männer aus Ihrem Blut, und die Worte Jesu, des großen Iudenkönigs, der zugleich der Heidenkönig ist." Taylors Begeisterung gewann ihm die Freundschaft des Bankiers. Dieser nahm ihn in sein Haus in Kopenhagen auf, wo er schöne Stunden verlebte. Dann besuchten beide den Oberrabbiner, und auch hier bezeugte der christliche Prediger seine Liebe zum Worte Gottes. Aus den Thoren des Jodes (Ns- 9,14). Der als ein Evangelist der sibirischen Gefängnisse bekannte Di'. Baedeker erzählte bei Gelegenheit eines Vortrags, den er ^89^ in Heidelberg hielt, die in mancher Einsicht merkwürdige Geschichte eines Matrosen. Dieser hatte eine fromme Mutter, die oft für ihn betete und noch auf dem Sterbebette ihn zu Jesu wies. Aber der Sohn folgte ihr nicht, sondern diente der Sünde. Bei einer Reise um Afrika herum that er sich durch Fluch- und Lästerworte hervor, mit denen er die religiösen Anregungen eines Mitreisenden, eines Freundes von Baedeker, erwiderte. Sooft von dem Passagier der Name Jesu genannt wurde, geberdete der Matrose sich wie ein Rasender. Lines Tages stürzte dieser Feind der Wahrheit über Bord. Das letzte Wort, welches man von ihm hörte, war eine Gotteslästerung. Ls dauerte ziemlich lange, bis man ihm zu Hilfe kommen konnte. Als man ihn endlich fand, schien er bereits leblos zu sein. Die Wiederbelebungsversuche hatten anfänglich keinen Erfolg. Endlich aber kam er wieder zu sich, schlug die Augen auf und rief: „Ich bin erlöst." Der Spötter war völlig umgewandelt. Später beschrieb der Gerettete dem Manne, den er so unfreundlich behandelt hatte, die Vorgänge zwischen seinem Sturz ins Meer und seinem Wiedererwachen. „Als ich ins Wasser gefallen war," sagte er, „stand mit einemmal ein so schauerliches Register von längst vergessenen Sünden vor mir, daß ich innerlich zusammenbrach, während ich mich zu retten suchte. Dann dachte ich an meine Mutter, deren letztes Wort die Mahnung war: „Komm zu Jesu!" Ich sah den gekreuzigten Heiland und klammerte mich mit der letzten Anstrengung meines geängsteten Herzens an diesen Retter an. hierauf schwand mir das Bewußtsein. Für einige Zeit war ich ein toter Mensch. Aber der HErr gab mir mein Leben zurück." Mit der seligen Gewißheit, erlöst zu sein, durfte der Matrose ein neues Leben beginnen. ZU Luk. 19, 12 f. Kein Kaufmann behält sein Gut für sich. Er gebraucht wohl davon in seinem Hause, soviel er bedarf, aber zugleich ist er darauf bedacht, es unter die Leute zu bringen. Er bedient nicht nur die Kunden, welche von selbst kommen, mit dem, was sie fordern, sondern er bietet seine Ware auch an und sucht seine Kundschaft

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