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Dibre Emeth · 1896-01-01 · 6 (1896) · page 5

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Journal
Dibre Emeth
Volume
52 (1896)
Issue
6 (1896)
Date
1896-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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45 Überzeugung in Widerspruch stehen." Das sind goldene Worte. Wögen sie bei Israel Eingang finden I Zahlreiche Zeugnisse dafür, daß ein Israelit ein aufrichtiger Christ werden kann, legt uns P.,Lic. de le Roi vor, indem er uns mit der Geschichte des in der Überschrift genannten Missionars bekannt macht. Sein Buch über Ewald, eine reife Frucht fleißiger Arbeit, würden wir gerne jedem Leser der „D. E." in die Hand geben. Die nachstehende kurze Inhaltsangabe wird erkennen lassen, welche wertvolle Bereicherung des Missionsschrifttums diese Lebensgeschichte darstellt. Ewald wurde s802 zu Maroldsweisach bei Bamberg geboren und ums Jahr J825 zu Basel, wo er studierte, getauft. Einen Beweis dafür, daß er lediglich aus innern Beweggründen übertrat, erblickt fein Biograph darin, daß er sich ins Baseler Missionshaus aufnehmen ließ. J829 wurde er von der Londoner Iudenmissionsgesellfchaft zu seiner weiteren Ausbildung nach England berufen. Als Missionar dieser Gesellschaft zog er J832 nach Nordafrika in dem Vertrauen, daß Gott die Bibel, die schon große Dinge gethan habe, auch hier segnen werde. Zwar verbot ihm bald die französische Regierung die Arbeit in Algier, aber in Tunis und Tripoli Surfte er ungehindert wirken. Im Laufe eines Jahres verkaufte er für ^<50 Mk. heilige Schriften an Juden und Muhammedaner. s838 betrug der Erlös sogar 3080 Mk. Tausende hörten von ihm das Evangelium. Ein Taufbewerber siel der Verfolgung zum Opfer. Er wurde von seinen Verwandten dermaßen gemißhandelt, daß er nach einigen Tagen starb. Ein anderer, dessen Familie von Räubern ermordet wurde, erhielt später in Jerusalem die Taufe und starb zu Damiette im Frieden des HErrn. Ewald selbst siedelte Ms nach Jerusalem über. Wir übergehen die vielen interessanten Einzelheiten aus seinem weiteren Wirken im Orient und begleiten ihn sofort nach London, wo er J850 dauernden Aufenthalt nahm, hier entfaltete sich, wie de le Roi sagt, seine ganze Araft. Indem er sein Amt im Sinne von Röm. ff, verwaltete, sammelte er manche erfreuliche Erfahrung. Viele Glieder der Synagoge empfingen durch ihn die Taufe. f853 wurde ein Hein: für solche Israeliten eröffnet, welche über die Frage nach der Messianität Jesu zur Klarheit kommen wollten. s86s mußte man es erweitern. Auch für Frauen wurde eine Zufluchtsstätte eingerichtet, doch ging dieselbe bald wieder ein. Viele Zöglinge der beiden Anstalten traten der Kirche bei. Ein großer Teil dieser proselyten bewährte sich. Aber auch manche andere Iudenchristen, denen Ewald die enge Pforte (Matth. 7, J3 f.) aufgethan hatte, zeigten, besonders durch die Standhaftigkeit, mit welcher sie schwere Verfolgungen ertrugen, die Lauterkeit ihrer religiösen Überzeugung. (870 trat unser Missionar in den Ruhestand. (874 entschlief er in dem vollen Glauben und der vollen Liebe zu dem HErrn, dem er seit seiner Taufe gedient hatte. „Der Lhrist und der Missionar", sagt de le Roi in seiner Schlußbetrachtung, „sind in diesem Manne gleich groß. Überall empfangen wir von ihm den Eindruck, daß er im Innersten des Heiligtums stand. Der Sünderheiland hatte ihn zu sich gezogen; in ihm ruhte er mit seinem

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