Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 52 (1896)
- Issue
- 6 (1896)
- Date
- 1896-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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44 setzen"). Daß dieser Aampf mit dem Siege enden wird, liegt nicht unmittelbar im hebräischen Wortlaut, wo nur vom Trachten nach dem Ropf und vom Trachten nach der Ferse geredet wird. Aber spätere Verheißungen ergänzen diese erste dahin, daß ein göttlicher Menschensohn als der Stärkere den Starken überwinden soll. Und so hofften die Inder auf Arischna, die Germanen auf Baldur, die Israeliten auf den Messias. In Jesu ist der Erwartete eingetroffen. Der Sohn Gottes zerstört des Teufels Werke. Q. Ioh. 3, 8.) Endlich lehrt der Anfang der Bibel, daß die Menschheit aus dem Paradiese die Erkenntnis des einen, persönlichen, allmächtigen, gütigen, heiligen, gerechten, aber auch barmherzigen Gottes mitnahm. Daß ihr auch sein Name „Iehovah" (Iahveh) geoffenbart wurde, geht it. a. aus % \ u. 26 hervor. Dieser Name hat sich im Ih'au8 Pitar der indischen Beden, im Zeug tccct^ der Griechen, im Jupiter der Römer erhalten. Djaus (= Erleuchter) bezeichnet erst in der späteren Zeit den Himmel (vergl. hierzu \. Mose $, 2^). Daß Israel den Namen Iehovah schon vor Mose kannte, beweist z. B. 2. Mose 6, 20 (Iochebed Iehovah ist Ruhm). Eine reichere Erkenntnis dieses Namens erlangte es bei und nach der Erlösung aus Egypten. Aber die volle, tiefe Erkenntnis desselben und die höchste Bestätigung unserer Erbfreundschaft mit Gott brachte erst der zweite Mose, Jesus O»h. \7, 2 f.). Ferdinand Christian Ewald. „Das Thristentum gegen die innere Überzeugung von der Wahrhaftigkeit des christlichen Dogmas zu adoptieren, bloß des äußeren Vorteils willen, entweder um sich und den Rindern eine sog. leichtere Lebensstellung zu verschaffen, oder um den vermeintlich feineren gesellschaftlichen Verkehr mit christlichen Familien pflegen zu können, oder aus anderen gleichwertigen Gründen, ist für einen Juden ehrlos und feige und schädigt das Thristentum eigentlich mehr als das Judentum." So urteilt Dr. B. (Lohn in der von uns schon angezeigten Broschüre „Vor dem Sturm." Wer wollte ihm nicht Recht geben? Einen empörenden Fall aus dem Aapitel äußerlicher Übertritte berichtete uns jüngst ein Mitglied der Synagogengemeinde zu E... Dort meldete sich ein Jude bei dem evangelischen Pfarrer zum Übertritt, weil ihn der Synagogenvorstand wegen Verweigerung der schuldigen Abgaben mehrfach gepfändet hatte. Dr. Tohn ist aber erfreulicherweise so unparteiisch, die Möglichkeit eines ehrlichen Glaubenswechsels zuzugeben. Er schreibt weiter: „Es sollen freilich verbürgte Fälle vorgekommen sein, daß Juden aus voller Überzeugung von der alleinseligmachenden Araft des Thristentums..das letztere angenommen haben. Solche Männer haben durch ihren Übertritt eine Gewiffenspflicht erfüllt und verdienen auch vonseiten der Juden die größte Hochachtung. Solche Persönlichkeiten würden durch ihr bloß äußerliches Verbleiben im Judentum eine Sünde begehen, denn ihr Verhalten würde dann mit ihrer inneren