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Dibre Emeth · 1896-01-01 · 6 (1896) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
52 (1896)
Issue
6 (1896)
Date
1896-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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§3 Blumen in einer Wüste sind, darüber können Lightfoots „Horae hebraicae“ ^errn N. aufklären. Ich verweise ihn z. B. auf die Bemerkungen dieses Sachverständigen zu Matth. 5,3J(. Mir ist es unzweifelhaft, daß auch der Talmud in etwas den mächtigen Einstuß der (Ligenart Jesu (Ioh. 7, \5 ff.) verrät, daß einzelne seiner Aussprüche von der Bergpredigt abhängig sind. Außerdem schöpft aber der Talmud aus derselben Quelle wie Jesus: aus dem Alten Testament. Daher müssen beide in manchen Stücken übereinstimmen. So erklärt sich z. B. die Verwandtschaft von Matth. 6, 9 ff. mit dem Raddisch- Gebet, wie Rabbiner vr. Rohn in der genannten Zeitung (\8^% No. H3) treffend nachgewiesen hat. Das vierfache Paradieseserbe. Der griechische Philosoph (Lmpedokles brachte die Lehre von den H Elementen auf. Er sah Feuer, Luft, Wasser und Erde als die Wurzeln aller Dinge an. Ohne auf den wissenschaftlichen Wert dieser Auffassung einzugehen, benutzen wir sie als einen Fingerzeig zum Verständnis der Geschichte des Menschengeschlechts. Sollte nicht auch das menschliche Leben gewisse Wurzel- und Grundstoffe aufzeigen, die sich bei allen Völkern wiederfinden? Das ist in der Thal der Fall, und hieraus ergiebt sich trotz der räumlichen und zeitlichen Getrenntheit der Erdenbewohner ihre ursprüngliche Einheit. Auch auf diesem Gebiet kann man von Elementen reden. Sie erscheinen bereits im Buch Moses als das vierfache Segenserbe, welches die Menschen aus dem Garten Eden begleitete. Nach \, 26 ff. und 2, \S ff. haben wir als ein solches Element die Familie oder genauer die Ehe zu betrachten. Auf der Ehe ruht die Gemeinde und der Staat. Die Wiederherstellung der von Gott gewollten Form der Verbindung zwischen Mann und Weib, der Einehe, ist eine der segensreichen Folgen der Erscheinung des Sohnes Gottes. Nach 2, 2 f. ist auch der Sabbath, der Ruhetag der 7 tägigen Woche, eine,, dem Menschenleben vom Schöpfer zu Grunde gelegte Ordnung. Überreste derselben sind z. B. in der 8 tägigen Woche der Römer (3 nunäinae oder Markttage \7 Tage) und in der ^0 tägigen Woche der Egypter und Griechen zu erkennen. Aber die ursprüngliche Sabbalhfeier ging den meisten Völkern verloren. Durch Mose rief Gott sie den Rindern Israels ins Gedächtnis, und bei ihnen erhielt sie ihr altes Recht wieder. Wie sie Tiere einer Herde heiligten, indem sie dieselben von der übrigen Herde absonderten und Gott zum Opfer gaben, so heiligten sie den wöchentlichen Ruhetag, indem sie ihn von den übrigen Wochentagen absonderten und der Verehrung Gottes weihten. Durch die aus dem alttestamentlichen Gottesvolk hervorgewachsene Airche wurde und wird die uralte Sabbathordnung als Sonntagsfeier mehr und mehr der Menschheit wiedergegeben. Nach 3, J5 gehört ferner zu den Elementen des Menschenlebens die Erbfeindschaft gegenüber der Verführung zum Bösen, der von Gott hervorgerufene Rampf gegen den Satan („Ich will Feindschaft

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