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Dibre Emeth · 1896-01-01 · 5 (1896) · page 5

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Journal
Dibre Emeth
Volume
52 (1896)
Issue
5 (1896)
Date
1896-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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37 von der Lehrthätigkeit des Apollos, von ihrem echt christlichen Inhalt und ihrer künstlerischen Form. So, wie es hier, geschieht, hat er den alten Bund mit dem neuen., verglichen und die Überlegenheit des letzteren nachgewiesen. Seine Überzeugung und sein Zeugnis lassen sich mit Worten des Hebräerbriefes so zusammenfassen: f. Nachdem Gott zu den Vätern durch die Propheten geredet hat, hat er zu uns geredet durch den Sohn, den Glanz seiner Herrlichkeit, das Ebenbild seines Wesens. 2. Wir haben einen Hohenpriester, der da sitzt zur Rechten auf dem Stuhl der Majestät im Himmel: die Priester auf Erden dienen nur dem Vorbild und dem Schatten der himmlischen Güter, und ihre Opfer können nicht vollkommen machen (vgl. Rol. 2, s7). In Mogador herrschte Ende s895 unter Juden und Arabern große Besorgnis wegen der Ausbreitung der Eholera im Sultanat Marokko. An einem Dezembertage wurde Miss. Zerbib von dem Großrabbiner und andern Israeliten, mit denen er in einem Laden zusammentraf, gefragt, ob er etwas Neues über die Seuche wisse. Er gab ihnen Auskunft und fuhr dann fort: „Ich bitte Gott, daß die Eholera Israel zum Nachdenken bewegen und antreiben möge, durch Iesum, den Davidssohn, Erlösung zu suchen." Hierauf mahnte er seine Zuhörer: „Sterbet nicht in eurer Herzenshärtigkeit, Gleichgiltigkeit und falschen Sicherheit! Gott hat mit euch Geduld gehabt. Es ist Zeit, daß ihr euch vor ihm demütigt und ihn anruft." Als der Missionar Ies. 30, s8 anführte, entfernte sich der Großrabbiner: er wollte nichts mehr hören. In einem andern „Haufe drückte eine Jüdin die Hoffnung aus, daß die städtischen Ärzte Mittel haben würden, um die Einwohner vor der Eholera zu bewahren. Zerbib erwiderte: „Wenn ihr euch mit der Erlösung eurer Seelen ebenso beschäftigen würdet wie mit derjenigen eurer Leiber, dann würde alles gut stehen. Denkt ihr denn nicht an eure Sünden, die Gottes Zorn erregen? Wißt ihr nicht, daß ihr in dieser Unglückszeit Buße thun sollt?" Ein Jude wandte hier ein: „Wir sind doch keine Heiden. Wir erfüllen Gottes Gesetz aufs genauste." Aber Zerbib verwies auf Ies. f, wo über den bloß äußerlichen Gottesdienst ein vernichtendes Urteil gefällt wird. Als er namentlich auf Vers f5: „Eure Hände sind voll Blut!" aufmerksam machte, riefen alle anwesenden Juden: „Wir haben niemand getötet. An unfern Händen klebt kein Blut." Doch der Missionar erklärte: „Das ist ein Irrtum. Wenn ihr zuhören wollt, werde ich euch das Blut zeigen, welches ihr an euren Händen habt, und zugleich das Mittel, durch welches ihr euch von demselben reinigen könnt." Dann sprach er davon, wie der heidnische Landpfleger Pilatus auf seine Frage: „Was soll ich thun mit Jesu, der da heißt Ehristus?" von den Juden die Antwort erhalten habe: „Laß ihn kreuzigen! Sein Blut komme über uns und über unsere Rinder!" „Ihr kennt jetzt die Ursache," sagte Zerbib weiter. „Suchet nun auch Erlösung! Bittet den Gott

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