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Dibre Emeth · 1896-01-01 · 4 (1896) · page 7

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Journal
Dibre Emeth
Volume
52 (1896)
Issue
4 (1896)
Date
1896-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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schwingend. £DiIb drängte sich das Volk herzu, des Winkes gewärtig, nach welchem es sich auf Befehl des Königs auf feine Beute stürzen konnte. In diesem Augenblick sprang der Angeklagte mit Blitzesschnelle auf und durchbrach mit der Kraft eines verzweifelnden die lebendige Mauer. Nach dein Friedenstempel zu flieheil, war fein einziger Gedanke. Wer auch nur die Umzäunung desselben berührte, war gerettet. Das Volk erkaniite aber schiiell seine Absicht und suchte ibm den weg zu verlegen. Da erblickt der verfolgte den Minister des Friedens, den öffentlichen Fürsprecher. Er macht die letzte, übermenschliche Anstrengung, setzt mit einem kühnen Sprung über die Nahestehenden hinweg, erreicht den Minister, berührt seinen Mantel und ist gerettet. Sofort erhebt sich ein Geschrei, das sich durch Hunderte von Stimmen fortxflanzt: „Er ist gerettet. Er hat den Fürsprecher gefunden." Und immer wider ertönt derselbe Ruf. — „Ich mar entzückt über das, was meine Augen sahen," fügt Loillard bei. ,,Ich sah, was ich in mir war: ein armer, der Gerechtigkeit Gottes verfallener Sünder, der auf tausend nicht eines zu antworten weiß. Ich sah, welche Wut in der Hölle und welche Freude im Fimmel entsteht, wenn es von einem Sünder heißt: Er hat den HErrn Iesum gefunden; er ist gerettet." eMt 1. Im Dock liegt ein tadellos aussehendes Schiff. Aber es ist seeuntüchtig. Sobald es einem Sturm ausgesetzt wird, bricht es zusammen. Im Garten steht ein fauler Baum. Lange hält er sich aufrecht. Lines Tages aber wird er geschüttelt, und da stürzt er zu Boden. In Westindien kommt ein winziger Holzwurm vor, welcher die markigen Teile des Holzes an den Zimmermöbeln wegnagt und nur die dürre Faser übrig läßt. So kann es geschehen, daß ein Möbel, welches von außen jedem wohlgefällt, in einem Augenblick unter einer ungewohnten Last als weißer Staub zerfliegt. — Ebenso hat das Scheinchristentum nur einen Scheinbestand. Aber der echte Glaube bleibt in Ewigkeit. Kleine Wilstonszeitung. P, Lic. de le Hot, der frühere Herausgeber der „D. E.", hat aus Gesundheitsrücksichten sein Llberfelder Pfarramt niedergelegt und lebt jetzt in Schweidnitz. Seine Feder wird die Missionsfreunde auch ferner mit wertvollen Gaben beschenken. Im „Theol. Jahrbuch für *896" giebt er auf die Frage nach der Stellung der Iudenchristen zum jüdischen Gesetz folgende Antwort: „Als der Tempel gefallen und das Gemeinwesen der Juden vernichtet war, hatte damit das ganze alttestamentliche wesen, welches seit Lhristo überhaupt zum Schattenwesen herabgesunken war, sein abschließendes Ende erreicht. Dasselbe soll und darf nun nicht wieder errichtet werden, und so wird auch, wenn Israel einmal sich bekehren wird, sein Volkswesen neutestamentliche, nicht mehr die überlebte alttestamentliche und am wenigsten talmudische Art an sich tragen." — Ein studentischer Iudenmissionsverein in Cambridge nahm kürzlich eimn neuen Aufschwung, nachdem er früher nur wenige Mitglieder besessen hatte. Jeder Teilnehmer beschäftigt sich mit einem besonderen Misfionsgebiet und ist imstande, jederzeit über dasselbe Auskunft zu erteilen. — Bei dem internationalen Studenten-Missionskongreß, welcher Anfang Januar zu Liverpool stattfand, und zu welchem 2^ Länder und HO Denominationen |ooo Vertreter gesandt hatten, erschien namens der L. I.-M. der frühere Missionar S. Schor. — In Smyrna besteht eine judenchristliche Gemeinde von i80 Seelen. Nur Ein Mitglied hat die Taufe empfangen. Der Stifter, Abraham Levi, ist ein Karait. L. wurde im Krankenhaus der Mission der schottischen Staatskirche durch das Lesen des Neuen Testamettts bekehrt und gewann bald eine Anzahl russischer Juden für den neuen Bund. — Die Kolonie Artus wurde voll dem christlichen Verein, der sie \&85 begründete, aufgegeben, nachdem sie der Mission gute Dienste geleistet hat. Land und Häuser gingen für 3500 £ in den Besitz einer bulgarischen Iudengemeinde über. — Das Pfarramt der deutschen evangelischen Gemeinde zu Jerusalem übernahm anstelle von P. Schlicht, der in die Heitnat zurückkehrte. P. Hoppe. An dem Gottesdienst, welcher an jedem Sonnabendmorgen von \2 Uhr im Jerusalemer Missions- Hospital stattfindet, nehmen immer auch Juden teil. Einmal erschienen ein Jude und ein türkischer Soldat Hand in Hand. Der Jude brachte den Türken zu dem christlichen Gottesdienst. Miss. Jamal sprach bei dieser Gelegenheit über Ies. 6—9

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