Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 52 (1896)
- Issue
- 4 (1896)
- Date
- 1896-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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- Safed 1× ep/1046078
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_30 Abends auf der Strafe auf, warfen ihm einen Sack über den Aopf und führten ihn in ein Haus, hier sagten sie zu ihm.' „Wenn Du gut aufmerkst und thust, was wir von Dir verlangen, werden wir Dich retten. Sonst werden wir Dich töten, und dann mag die Mission kommen und Dich retten." Der Eingeschüchterte gab das Versprechen, die Mission nicht mehr zu besuchen, da jene kein Erbarmen zeigten und imstande waren, ihre Drohung wahrzumachen. Er wurde noch in derselben Nacht mit einem Brief in eine jüdische Aolonie geschickt. Aber die Verfolgung lähmte doch nur für kurze Zeit den Mut der 3 jungen Männer. Bald bekannten sie aufs neue ihren christlichen Glauben vor den Gegnern desselben, heimlich besuchten sie auch wieder die Missionsarbeiter. Einer wird sich wohl auswärts taufen lassen. Viele junge Israeliten in Safed sind davon überzeugt, daß der erwartete Messias schon gekommen ist, und würden sich den Ehristen gerne anschließen. Aber sie fürchten sich vor der Verfolgung und bleiben daher im Vorhof des Heiligtums stehen. Zu 1. Kam. 26, 9. Lin deutscher Philosoph, welcher lange das Evangelium angegriffen und die Gottheit Lhristi geleugnet hatte, verlor schließlich den verstand. Aber auch währeud seines traurigen Zustandes beschäftigte er sich mit der Person des Erlösers. Manchmal blieb er vor einem Bilde desselben, welches in seinem Zimmer hing, stehen und sprach mit ihm. Linst hörte man, wie er diesem Bilde mehreremal nach einander zurief: „Alles in allem bist Du doch nur ein Mensch." Nach einer kurzen Pause aber sagte er: „was? warst Du mehr als ein Mensch? Soll ich Dich an* beten?" Dann fuhr er foit: „Nein, ich werde Dich nicht anbeten, denn Du bist nur der Rabbi Jesus, der Sohn Josephs von Nazareth." hierauf wandte er sich von dem Bilde ab. Er kehrte jedoch sogleich wieder zurück und rief: „was sagst Du? Du wärst von oben gekommen? was für furchtbare Blicke wirfst Du mir zu? (D, wie Du mich erschreckst!" Dann eilte er aufs neue davon, nachdem er das Bekenntnis seines Unglaubens mit den Worten wiederholt hatte: „Nein, nach allem, was ich weiß, bist Du doch nur ein Mensch." Doch bald trat er abermals mit unsicheren Schritten an das Bild heran und fragte: „was? Bist Du wirklich der Sohn Gottes?" Erst der Tod unterbrach diese beständig wiederkehrenden Gedankengänge des Irren. — wie entsetzlich muß das Erwachen in der andern Welt für jeden sein, welcher den als Gottessohn durch geschichtliche Zeugnisse erwiesenen und immer noch sich erweisenden Nazarener verwirft! Bringe Jesu die ihm gebührende Anbetung dar! Laß dich von ihm entsündigen und mit Gott versöhnen, damit er dich endlich in sein himmlisches Reich aufnehmen kann! Zu 34, 6 und 1. Zoh. 2, 1. Der in Südafrika wirkende französische Missionar Loillard war einmal in Lealni, der Hauptstadt der Barotsis, Zeuge davon, wie ein Fall von Majestätsbeleidigung verhandelt wurde. Einer der Barotsimänner hatte nicht nur dem König die Lieferung von pelzwerk verweigert, sondern auch viele dem Könige gehörige pelze in einem Anfall von Wut zerschnitten und überdies dem Boten des Königs den Daumen der einen Hand beinahe abgebissen. Stumm saß der Arme da inmitten einer nach seinem Blute lechzenden Menge, während sein Ankläger mit beredter Zunge und triumphierender Miene das verbrechen in den schwärzesten Farben malte, fand er selbst kein Wort der Verteidigung. Lin schüchterner Blick auf seine Umgebung raubte ihm vollends alle Hoffnung auf die Rettung seines Lebens. Überall begegneten ihm nur finstere Mienen, und kein Mund mar bereit, für ihn zu reden. Plötzlich brach ein alter Häuptling aus der Menge hervor, „wozu so viele Worte verlieren? Ergreifet ihn!" schrie er, seine Keule über dem Haupte des Verbrechers