Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1896-01-01 · 3 (1896) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
52 (1896)
Issue
3 (1896)
Date
1896-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2554541-2555048-2555051--09561-2565730
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

dem ihm angewiesenen Arbeitsfeld. Von dort zog er f8H8 nach Lemberg. \852 kan, er nach Breslau. Auch auf vielen Missionsreisen ging er den verlorenen Schafen vom Hause Israels nach. Mancher Proselyt wurde ein Siegel seines Missionsamtes. Desgleichen gelangte mancher Aatholik durch ihn zur Erkenntnis der ganzen Wahrheit. Näheres über sein Wirken, bei welchem ihm bis J86J seine edle Gattin zur Seite stand, berichtet das köstliche Buch „Ratharina Edward" (Halle J869). In seiner Breslauer Abschiedspredigt mahnt -er greise Diener Gottes die von ihm gesammelte Gemeinde, sich bereit zu halten auf den Tag des jüngsten Gerichts, der Erscheinung Lhristi. Er weist auf Off. (, 5 und 6 hin als auf das neue Lied Ehristi, welches uns im Glauben tüchtig und fest machen kann. Wer dies Lied erlernt, dessen Herz wird am Tage Ehristi voll Freude sein. Es heißt dort: „Er hat uns geliebt." Ein Wahrzeichen seiner Liebe ist seine Berufung. Viele haben seinen Ruf gehört und sind ihm gefolgt. Möchten dies doch alle thunl „Er hat uns gewaschen in seinem Blut." Ins Reich Gottes kann nur der kommen, welcher vom Schmutz der Sünde befreit worden ist. Jüdische und heidnische Reinigungen helfen dem befleckten Gewissen nicht: Lhriflus allein macht uns rein. Sein Blut überwindet auch die bösen Triebe des Herzens: Unzucht, Zorn, Haß, Neid. „Er hat uns zu Aönigen und Priestern gemacht." Ein Aönig ist frei: niemandem unterthan. So sind auch die Rinder Gottes frei, während die Sünder der Sünde und andern Sündern unterthan sind. Aber nun müssen wir dem Heiland dienen als seine Priester: ihm unfern Eifer, unsere Liebe opfern und alles wegwerfen, was uns von Jesu fernhält. Ein Airchenvater sagt: „Wenn Vater oder Mutter oder meine Liebsten mir im Wege stünden, würde ich alle aus die Seite stoßen und zu Jesu fliehen." Dringend bittet der scheidende Prediger: „Ach, rettet Euch doch unter das Areuz Jesu und eilet zu ihm!" Am Schluß wiederholt er die Aufforderung, das neue Lied Lhristi zu lernen. Der nunmehr in den Ruhestand getretene Missionar hat in Breslau auf christlicher Seite dadurch Anstoß erregt, daß er seine Missionsgemeinde von der Landeskirche trennte und eine deutsche Freikirche schuf, nachdem er selbst schon M3 von der schottischen Landeskirche zu der damals entstandenen Freikirche übergegangen war. Wir beabsichtigen nicht, diesen Punkt näher zu erörtern. Auch Edwards Gegner werden ihm die Anerkennung zollen, daß er ein christliches Original, ein großangelegter Eharakter ist, der uns an die erhabene Natur seines Heimatlandes, noch mehr aber an manche Helden der schottischen Airchengeschichte erinnert. Wo |tnb Me guten Agitatoren? In der Mitte unseres Jahrhunderts machten sich die Bewohner einer rheinischen Stadt durch ihr aufrührerisches Verhalten bemerkbar. Als später Rönig Wilhelm I., unser erster Raiser, diese Stadt besuchte, entschuldigte der Bürgermeister die Teilnahme der Einwohner an der

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.